Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

In Referenz

Die Filme von In Referenz sind der sprichwörtliche Kitt zwischen einzelnen Programmpunkten und spannen ein Netz zwischen dem Wettbewerb, dem filmhistorischen Spezialprogramm Kein schöner Land – Blicke in die Provinz, Blicke aus der Provinz und den Rahmenveranstaltungen. Die Reihe In Referenz greift wahlverwandte Themen auf, bringt sie in Verbindung zueinander und stößt Türen zu neuen Denkräumen auf.

 

 

Nekromantik © Jörg Buttgereit

In Referenz: Was vom Kino übrig blieb

Vom 10. Februar bis 22. April zeigt das Künstlerhaus, Halle für Kunst & Medien in Kooperation mit der Diagonale und dem Österreichischen Filmmuseum die Ausstellung „Was vom Kino übrig blieb“, in der zahlreiche eng mit der Diagonale verbundene Künstler/innen bildnerische Arbeiten und audiovisuelle Installationen präsentieren. Im Rahmen der Diagonale wird die Ausstellung um ein Filmprogramm in der Programmreihe In Referenz ergänzt.
Die genre- und generationenübergreifende Ausstellung stellt historische und aktuelle künstlerische Positionen ausgewählten filmhistorischen Exponaten gegenüber, um der Wirkmacht und dem Nachhall des Kinos auf die Kunst und das „kulturelle Gedächtnis“ nachzugehen. „Was vom Kino übrig blieb“ wird als Motto von nationalen und internationalen Künstler/innen und Filmemacher/innen aufgegriffen und diversen Transformationsprozessen unterzogen und erfährt dadurch eine kritische Ehrung. Die Ausstellung versammelt Arbeiten von John Baldessari, Erica Baum, Joseph Beuys, Jörg Buttgereit, Anne Collier, Siegfried A. Fruhauf (Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark Bester Nachwuchsfilm 2000), Karl Holmqvist, Ryusuke Ito, Björn Kämmerer, Johann Lurf (Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz 2008), Bernd Oppl, Katrin Plavčak, Eric Rondepierre, Constanze Ruhm, Hans Scheugl, Viktoria Schmid, Michaela Schwentner, Haim Steinbach, John Stezaker, Mika Taanila und Antoinette Zwirchmayr (Diagonale-Preis Innovatives Kino der Stadt Graz 2016).

Das von Olaf Möller kuratierte Kurzfilmprogramm beinhaltet neben der Uraufführung von Über das Publikum. Ein Film/Radio Experiment (R: Rosa John, Manfred Schwaba, Antoinette Zwirchmayr, AT 2018), bei der eine live via Radio empfangene Toneinspielung von Radio Helsinki 92.6 die Analogfilmprojektion im Kinosaal ergänzt, außerdem Phénakistiscope de projection de J. Duboscq 1824–1826 (R: Jean Vivié, FR 1972), Annonces pour exploitants 1917 (R: anonym, FR 1917), Trailer for The American Venus (R: Frank Tuttle, US 1926), Huono Filmi (R: Felix Forsman, FI 1950), Filmsmälten (R: Tor-Ivan Odulf, SE 1966), Aline Carola (R: Linda Christanell, AT 1990), Kino Otok (R: Ivan Ramljak, HR 2016) und 24 Frames Per Century (R: Athina Rachel Tsangari, GR 2013). Sämtliche Filme dieses Programms waren in Österreich bisher kaum bis gar nicht zu sehen. Ein weiterer Programmslot zeigt Jörg Buttgereits Kunstfilm-quasi-Splatterklassiker Nekromantik (DE 1987) in Referenz zur Ausstellung „Was vom Kino übrig blieb“, die von Norbert Pfaffenbichler und Sandro Droschl kuratiert wurde.