Diagonale
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Diagonale
Festival des österreichischen Films
4.–9. April 2024, Graz

dotiert mit
je € 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

 

Das Preisgeld erhält der:die Szenenbildner:in bzw. Kostümbildner:in des Filmes. In die Auswahl für die Preise kommen alle abendfüllenden österreichischen Spielfilme der Diagonale ’24

Diagonale-Preis
Szenenbild und Kostümbild ’24

für das Beste Szenenbild des Verbandes Österreichischer Filmausstatter:innen VÖF

 

Martin Reiter
Mit einem Tiger schlafen

Jurybegründung: Die Farbe Weiß spielt eine Hauptrolle in diesem Künstlerinnen-Film, dessen wichtigste Schauplätze Ateliers und Ausstellungsräume und auch die unbemalte Leinwand sind. Martin Reiters Szenenbild  arbeitet mit Weiß in verschiedensten Schattierungen und Abstufungen – Cremeweiß, Eierschalenweiß, Titanweiß – und schafft damit aufregend nuancierte Räume. In diese Räume werden mit Bedacht Requisiten platziert, die in den typischen Farben der Lassnig gehalten sind: ein Stuhl in Lindgrün, ein Telefon in Türkis. So setzt Reiters Szenenbild Film und Malerei ins Verhältnis zueinander und findet eine genuin filmische Übersetzung für die  Malerei von Maria Lassnig. Mit seinem stilisierten und nicht-naturalistischen Szenenbild unterwandert Reiter die gängigen Konventionen des Biopics und trägt maßgeblich dazu bei, dass Mit einem Tiger schlafen im  Spannungsfeld zwischen historischer Treue und Befreiung davon seine ganz eigene Annäherung an eine Künstlerinnen-Biografie findet.

 

für das Beste Kostümild des Verbandes Österreichischer Filmausstatter:innen VÖF

 

Tanja Hausner
Club Zero

Jurybegründung: Krankheit der Gefühle, Krankheit der Farben: Giftgrün und lila leuchten die Schuluniformen des Elite-Internats, eine unangenehm dissonante Farbkombination, die in den Augen fast wehtut. Eindrücklich machen diese Uniformen anschaulich, wie Club Zero Spannungen und Konfl ikte weniger über Figurenpsychologie denn vielmehr mit Hilfe von Kostümen erzählt. Tanja Hausners Kostümbild gelingt das meisterhaft. Farben, Schnitte, Stoff e und Muster charakterisieren und typisieren dabei einzelne Figuren, Paare und Gruppen im großen Ensemble-Cast von Club Zerot und stellen sie einander in spannungsvoller Konfrontation gegenüber: der opulente Glamour der einen gegen die steife und uniforme Askese der anderen.

 

Jury Spielfilm:
Ortrun Bauer (Kamerafrau, Editorin, AT)
Elena Meilicke (Filmkritikerin, DE)
Silvan Zürcher (Regisseur, CH)

 

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