Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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IT'S A DANCE
Innovatives Kino kurz, AT 2013, Farbe, 3 min., eOF
Diagonale 2014

Regie, Buch, Schnitt, Originalton: Viktoria Schmid
Produzent/innen: Viktoria Schmid

 

Verloren im digitalen Neon-Cluster. Während sich unvollständig heruntergeladene Videodateien einer 1990er-Coming-of-Age-Fernsehserie in fortschreitender (Selbst-)Auflösung befinden, legt Viktoria Schmid die stereotype Inszenierung jugendlicher Identitätssuche offen. Zwischen grellbunten Pixelstafetten verschaltet IT'S A DANCE pubertäre Unsicherheit mit einer Ästhetik des Fehlerhaften. Schrill, bunt, so was von 1990.

Filmgespräch mit: Viktoria Schmid

Katalogtext Diagonale 2014:
Faszination, Unsicherheit, Angst: It’s a dance – eine Schultanzveranstaltung und somit hormoneller Ausnahme- und Unruhezustand. In Szenenfragmenten der 1990er-Coming-of- Age-Fernsehserie „My So-Called Life“ legt Viktoria Schmid die stereotype Inszenierung jugendlicher Identitätssuche offen. Formal verschaltet sie die pubertäre Aufgeregtheit mit einer korrespondierenden Ästhetik des Fehlerhaften: Herrlich grellbunte, aus abgebrochenen Downloads resultierende Pixelstafetten zersetzen das Videobild – sowohl Ton als auch Narration befindet sich im Zustand fortschreitender (Selbst-)Auflösung. Während sich die adoleszente Tanzgesellschaft im digitalen Neon-Cluster verliert, stellt Haddaways pumpender Eurodance-Song die vielleicht alles entscheidende Frage: What is love? (red)