Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

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Musik
Spielfilm kurz, AT 2014, Farbe, 38 min., OmeU
Diagonale 2014

Regie, Buch: Stefan Bohun
Darsteller/innen: David Oberkogler, Pia Sekerlioglu, Anna Suk, Lilo Hohenberger
Kamera: Klemens Hufnagl
Schnitt: Christoph Loidl
Originalton: Hjalti Bager-Jonathansson
Sounddesign: Martin Lang, Hjalti Bager-Jonathansson
Szenenbild: Julia Oberndorfinger, Mira König
Kostüm: Veronika Harb, Ginzia Gioffi
Produzent/innen: Philipp Grandits David Bohun

 

Diagonale-Preis Kurzspielfilm 2014

Ein korrupter Beamter, der eigentlich nur raus will – aus Job, Routine und Abwärtsspirale. Und stattdessen etwas ganz anderes möchte, so etwas wie Musik. In einer heiter-tragischen Gratwanderung zwischen Absurdität und Realismus erzählt Stefan Bohun von einem liebenswerten Realitätsverweigerer, der ausgerechnet in der pubertierenden Freundin seiner Tochter eine glühende Bewunderin findet.

Filmgespräch mit: Stefan Bohun und Team.

Katalogtext Diagonale 2014:
„Was bist du für ein Opfer?“, wird Andreas von seiner Tochter abgemahnt. Der Beamte mit drohender Falling Down-Mentalität hat es nicht leicht: Scheidung, uninspirierter (und korrupter) Joballtag, undankbare Gören auf dem Autorücksitz. So kann es nicht weitergehen. Während Andreas’ Persönlichkeit und seine Umwelt im wechselseitigen Unverständnis verharren, ist es ausgerechnet die pubertierende Freundin seiner Tochter, die Gefallen an seiner traumtänzerischen Realitätsverweigerung findet. Musik widersetzt sich der Gleichsetzung von gesellschaftlichem Scheitern und persönlicher Niederlage. So ist Andreas kein Verlierertyp, sondern ein latent anarchischer Verweigerer der Selbstaufgabe – in einer sensibel erzählten, heiter-tragischen Gratwanderung zwischen Absurdität und entwaffnendem Realismus. (red)