Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

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Das Phantom der Erinnerung
Dokumentarfilm kurz, AT 2012, Farbe, 45 min.
Diagonale 2013

Regie: Friedemann Derschmidt
Buch: Friedemann Derschmidt, Karin Schneider, Ilana Shmueli
Kamera: Oliver Schneider
Schnitt: Elke Groen
Originalton: Volkmar Klien, Amir Boverman
Musik: Volkmar Klien
Sounddesign: Laura Endres
Weitere Credits: Produktion Phantombild: Marcus J. Carney
Produzent/innen: Kurt Mayer
Produktion: kurt mayer film

 

Wozu das Erinnern wichtig sei, fragt Ilana Shmueli, Dichterin und Überlebende der Shoah. Alles klinge doch bereits ausgeleiert, kaum ertragbar. Gemeinsam mit Friedemann Derschmitt begibt sich Shmueli auf eine weitreichende, selbstreflexive Sinnsuche. In der Phantomzeichnung eines vergessenen Offiziers finden die beiden eine momenthafte visuelle Projektionsfläche. Ein Essay: Erinnerung als immerwährender Work in Progress.

Katalogtext Diagonale 2013:

„Wozu erinnern? Was wollen wir damit?“ Aus dem Mund der Dichterin und Holocaust-Überlebenden Ilana Shmueli klingen diese Worte besonders irritierend. Gerade in der Zeit, in der uns die letzten „Zeitzeug/innen“ der Shoah und des Zweiten Weltkriegs für immer verlassen, stellt sie fest: „Indem man einen ganzen Tag alte Damen erzählen lässt, wie schwer sie es im KZ oder im Ghetto gehabt haben, wie oft will man noch – das klingt doch schon alles ausgeleiert, und ich kann das nicht mehr ertragen.“ Gemeinsam mit Friedemann Derschmidt macht sich Shmueli daran, mithilfe dieses Films neue Wege zu finden und die Frage nach dem Erinnern neu zu formulieren. (Produktionsnotiz)