Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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AN OBJECT WITH A SHARP BEGINNING
Innovatives Kino kurz, AT 2014, Farbe, 30 min., eOF
Diagonale 2019

Regie: Fanni Futterknecht

 

In dem von der Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein und der Künstlerin Renate Bertlmann zusammengestellten Kurzfilmprogramm geht es um das kulturell gewachsene Bild des „Weiblichen“ mit all seinen Codes, Gesten und Zuschreibungen. In den Werken der vier Künstlerinnen aus drei Generationen werden lustvoll und selbstironisch Arten und Ausprägungen von Begehrensformen und Sexualitäten, von Identitäten und Körpern sowie von ihren Extensionen ausgehandelt.

Die Diskursivität des „weiblichen Körpers“ im Arsenal der kulturellen Symbolik und die damit einhergehenden Prozesse der Legitimierung oder besser gesagt Nichtlegitimierung von Seinsformen stehen im Blickfeld der Auseinandersetzung der Künstlerinnen Katrina Daschner, Carola Dertnig, Fanni Futterknecht und Elisabeth von Samsonow. Signifikant zeigt sich bei jeder dieser vier Künstlerinnen aus drei Generationen das tradierte, kulturell gewachsene Bild des „Weiblichen“ mit all seinen Codes, Gesten und Zuschreibungen auf der Agenda. Die dabei entstehenden konzeptuell wie auch ästhetisch herausfordernden Werkkomplexe verbinden Performatives, Vorgefundenes, Skulpturales, Textuelles und Theatrales mit filmischen Elementen. Lustvoll und selbstironisch werden dabei Formen und Ausprägungen von Begehrensformen und Sexualitäten, von Identitäten und Körpern sowie von ihren Extensionen ausgehandelt. Der Apparatus als Verlängerung des Selbst fungiert dabei als partner in crime und Co-Performer.
(Felicitas Thun-Hohenstein und Renate Bertlmann)

AN OBJECT WITH A SHARP BEGINNING von Fanni Futterknecht ist die filmische Umsetzung der Performance „THIS IS NOT A ROMANTIC PROJECT“. Der Film greift die Lecture-Performance auf und führt das Thema von Subjekt-/Objektbeziehungen auf seine Weise weiter. Die Figuren der artifiziellen Welt der Performance demonstrieren Veränderungen an Objekten auf oft zwiespältige Art und Weise. Der in der Performance ausgelöste Diskurs über Form und Materialität wird im Format Film weiter ausgefochten.
(Fanni Futterknecht)