Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

Archivsuche

Suchen nach:
Jahr:
Titel:
Genre:

Cavalcade
Innovatives Kino kurz, AT 2019, Farbe, 5 min., ohne Dialog
Diagonale 2019

Regie, Schnitt: Johann Lurf
Buch: -
Kamera: Martin Putz
Originalton: Nora Czamler
Sounddesign: Alexander Koller
Weitere Credits: Oberbeleuchter: David Siebert Beleuchter: Daniel Steiner Beleuchter: Cedric Dugueperoux Beleuchter-Trainee: Matthew Gerges Kameraassistent: Christian Mitterbauer Bauten: Georg Hirzinger
Produzent/innen: Johann Lurf
Produktion: Johann Lurf

 

Eine starre Einstellung auf ein bunt strahlendes Wasserrad, das sich im nächtlichen Flusslauf dreht. Der Effekt von Johann Lurfs Film über die Grundparameter des Mediums gründet auf einer ausgeklügelten Versuchsanordnung: auf dem Zusammenspiel von Licht, Aufzeichnungsapparatur und kinetischer Energie, ohne das die Illusion von Stillstand und Bewegung nicht zustande käme.

Eine starre Einstellung auf ein Wasserrad in seichtem Flusslauf bei Nacht. Zunächst nur langsam drehend und flackernd erleuchtet, schließlich blendend weiß mit grellbunten geometrischen Musterscheiben erstrahlend, beginnt es immer schneller zu rotieren. Bis Rad und Scheiben sich plötzlich in entgegengesetzte Richtungen und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten zu bewegen oder gar stillzustehen scheinen, während das aufgewühlte Wasser gleichmäßig sprudelt.
Das Setting erscheint simpel. In Johann Lurfs unbeschwert-fesselnder Visualisierung der Grundparameter des Mediums Film gründet der Effekt aber auf einer ausgeklügelten Versuchsanordnung. Erst im abgestimmten Zusammenspiel von Licht (Stroboskop), Aufzeichnungsapparatur (zwei 35mm- Kameras, die stereoskopisch filmen) und der kinetischen Energie des Objekts (die Wasserradkonstruktion) stellen sich beim Anblick die optischen Illusionen von Stillstand und Bewegung ein.
(Katalogtext, mk)