Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Brief an eine Tochter
Innovatives Kino kurz, AT 2019, Farbe, 8 min., dOF
Diagonale 2019

Regie, Buch, Kamera, Schnitt: Wilbirg Brainin-Donnenberg
Weitere Credits: Filmentwicklung und technische Assistenz: Stefanie Weberhofer
Produzent/innen: Wilbirg Brainin-Donnenberg

 

Ein mütterlicher Urlaubsgruß von einem Paradies ins andere. Statt ungetrübter Freude über Meer und Strand kreisen die Gedanken um die Tochter, entfalten sich zu Reflexionen über Frausein, Übergriffe und weibliche Selbstermächtigung. Ein Essay, der das Private unauflöslich mit dem Politischen verbindet.

Ein mütterlicher Urlaubsgruß von einem Paradies ins andere. Die Distanz zur Tochter wird mit gesendeten Fotos und Sprachnachrichten überbrückt. Doch das flügge gewordene Kind fehlt, an den Osterbräuchen wird trotzdem festgehalten, oder erst recht, weil die Rituale an gemeinsame Zeiten erinnern, die vergangen sind. Statt ungetrübter Freude über Meer und Strand kreisen die Gedanken der Mutter um die Tochter, entfalten sich zu Reflexionen über das Frausein im Allgemeinen, Übergriffe und weibliche Selbstermächtigung.
Die Ambivalenz der Gefühle, die mit dem Heranwachsen der jungen Frau einhergeht – Wehmut, Stolz, Verzweiflung, Zuversicht –, vermittelt sich nicht nur in dem an diese gerichteten Brief, sondern auch in einem sich assoziativ entfaltenden Bilderstrom aus Super8-Impressionen. Ein mutiger Essay, der das Private unauflöslich mit dem Politischen verbindet.
(Katalogtext, mk)