Diagonale
Festival des österreichischen Films
13.–18. März 2018, Graz

3 amerikanische LPs
Innovatives Kino kurz, BRD 1969, Farbe, 13 min.
Diagonale 2017

Regie: Wim Wenders
Buch: Peter Handke

 

Wim Wenders’ 3 amerikanische LPs, geschrieben von Peter Handke, zeugt von der Kraft amerikanischer Popmusik, filmische Landschaftsbilder zu transformieren.

„Man müsste Filme über Amerika machen können, die nur aus Totalen bestehen. In der Musik gibt es das schon, also in der amerikanischen Musik“, heißt es in Peter Handkes Text für 3 amerikanische LPs. Amerikanische Popkultur als Blueprint der filmischen Form und der realen Landschaft: Drei Stücke von Van Morrison, Creedence Clearwater Revival und Harvey Mandel sind die Pfeiler einer Kino-Herangehensweise, die so stark der amerikanischen Musik zu entsprechen scheint, dass sie uns fast unbemerkt etwas ganz anderes zeigt – Aufnahmen deutscher Landschaften, gefilmt im Timbre, in der Stimmung, im Groove und im Drang nach dem trägen Gefühl der Bewegung in amerikanischen Weiten. Musik und Film als Medien des Begehrens, nach einem Amerika, das seinen Mythos genau über diese Formen geschaffen hat.
(Katalogtext, Alejandro Bachmann)

Programm 1:
Drei Begegnungen von Film, Pop und Musik. Als unreines Vorspiel: Wim Wenders’ 3 amerikanische LPs, geschrieben von Peter Handke, zeugt von der Kraft amerikanischer Popmusik, filmische Landschaftsbilder zu transformieren. Sieben Jahre später läuft Lou Reed in Langsamer Sommer in voller Länge auf dem Plattenspieler – als Soundtrack zum driftenden Dasein zweier Freunde in Wien. Im Jahr, als dieser Sommer ins Kino kommt, formiert sich ein anderer Supersommer – in einem filmischen Fragment der Arena-Besetzung, das den Auftritt von Leonard Cohen dokumentiert.

This is not America – Austrian Drifters
Suchbewegungen zwischen Film und Pop (1976–2014)
Sehnsuchtsort Amerika? Ausgehend von jenem Moment, in dem mit der Besetzung der Wiener Arena im Sommer 1976 Pop, Film und politische Haltung in besonderer Weise näher zusammenrückten, untersucht das sechsteilige Programm des Österreichischen Filmmuseums das Ineinander(-Wirken) von Pop und Film: Die Figur des Drifters steht dabei im Zentrum der Überlegung, wie Popkultur in Filmen sichtbar wird, was an Pop grundlegend filmisch sein könnte und wie sich Pop und Film gegenseitig infizieren. Eine sehenswerte Zusammenschau aus Pop, Punk und jeder Menge Pomp – von Dokumentation bis Fiktion, von Experimentalfilm bis Musikvideo, von Österreich bis Amerika.

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