Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

 

 

Diagonale-Preis Schnitt’20

des Österreichischen Verbandes Filmschnitt aea

Beste künstlerische Montage Spielfilm:
Hannes Bruun für The Trouble With Being Born

Regie: Sandra Wollner, Produktion: PANAMA Film, The Barricades (DE), ZDF – Das kleine Fernsehspiel (DE), Filmakademie Baden-Württemberg (DE)

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

Das Preisgeld erhält der/die Editor/in des jeweiligen Films. In die Auswahl für die beste künstlerische Montage kommen alle abendfüllenden österreichischen Spiel- und Dokumentarfilme der Diagonale’20. Die Jurysichtungen erfolgten nach Covid-19-bedingter Absage des Festivals online.

The Trouble With Being Born © PANAMA Film

Die Begründung der Jury:
„If editing shows the intelligence of a film, Hannes Bruun not only brought out the tormenting atmosphere of the film, but the fine lines between fear and lust, between memory and forgetting, between past and future, all in order to encourage reflection within the viewer.“

Jury Spielfilm:
Ruth Beckermann (Filmemacherin, AT)
Greg de Cuir Jr. (Kurator, Autor, US/RS)
Inge de Leeuw (Programmerin International Film Festival Rotterdam, NL)

Beste künstlerische Montage Dokumentarfilm:
Friederike Berat für WE DID WHAT HAD TO BE DONE

Regie: Ulrike Ertl und Friederike Berat

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

Das Preisgeld erhält der/die Editor/in des jeweiligen Films. In die Auswahl für die beste künstlerische Montage kommen alle abendfüllenden österreichischen Spiel- und Dokumentarfilme der Diagonale’20. Die Jurysichtungen erfolgten nach Covid-19-bedingter Absage des Festivals online.

WE DID WHAT HAD TO BE DONE © sixpackfilm

Die Begründung der Jury:
„Der Interviewfilm mag schmucklos wirken, und die Arbeit, die in ihm steckt, lässt sich auch nur erahnen, wenn zum Schluss eine Liste mit sehr vielen Namen über die Leinwand scrollt – all die Leute, mit denen gesprochen wurde für dieses Oral-History-Projekt eines vergessenen Konflikts. Der Schnitt ist es, der für Ordnung des Materials sorgt, wie ein Karteikasten, der Wissen sortiert. Und so verdichtet sich durch die kluge Montage die Intensität einer Geschichte, die ausschließlich von Frauen erzählt wird, weil sie von ihnen handelt. Und schafft Momente wie den gegen Ende, wenn eine der Frauen berichtet – in zurückhaltend und zugleich deutlichen Worten –, wie die Gewalt aus dem Bürgerkrieg in die Familien kam.“

„The interview film may seem rather bare, and the amount of work that has gone into it can only be guessed at when a list of many names scrolls across the screen at the end: all the people who had to be interviewed in order to create this oral history of a forgotten conflict. It is the editing that keeps the material in order, like a filing box for sorting knowledge. And so the intelligent montage condenses the intensity of a story that is told exclusively by women because it is about them. It creates moments like the one towards the end, when one of the women describes in restrained yet clear words how the violence of the civil war entered the families.“

Jury Dokumentarfilm:
Matthias Dell (Filmkritiker, DE),
Fabienne Moris (FIDMarseille Programme Coordinator, FIDLab Director, FR)
Serafin Spitzer (Kameramann, AT)