Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

 

 

Diagonale-Preis der Jugendjury des Landes Steiermark’20

Bester Nachwuchsfilm:
Özgür Anil für Das Urteil im Fall K.

Produktion: Filmakademie Wien

€ 4.000 — gestiftet vom Land Steiermark/Jugend

sowie ein Gutschein über
€ 1.500 — gestiftet von Stöger Kameras

Das Preisgeld erhält der/die Regisseur/in des Films. In die Auswahl für den Preis kommen alle bei der Diagonale’20 gezeigten österreichischen Filme von jungen Regisseur/innen (Geburtsjahr ab einschließlich 1990). Die Jurysichtungen erfolgten nach Covid-19-bedingter Absage des Festivals online.

Das Urteil im Fall K. © Özgür Anil

Die Begründung der Jury:
„Auch sieben Monate nach der Vergewaltigung haben Emine und ihre Familie noch mit den Folgen zu kämpfen. Das zu Beginn ausgesprochene Gerichtsurteil ist Auslöser starker Gefühle, welche drastische Handlungen zur Folge haben. Trauer, Schmerz und Wut werden durch die ruhige Kamera, welche schöne aber kühle Bilder liefert, glaubhaft vermittelt. Als mit Hilfe einer langen Einstellung der Höhepunkt an Spannung erreicht wird, während der Vater in der Wohnung nach seiner Tochter sucht, weiß man genau was geschehen ist, auch wenn man es nicht wahrhaben will. Die Abwesenheit von Musik kreiert eine ganz besondere Atmosphäre. Die Geschichte wird auch durch hervorragende schauspielerische Leistungen getragen. Die dramatische Erzählung mit dem offenen Ende, welches Platz für eigene Vorstellungen schafft, hat uns mitgenommen, berührt und in den Bann gezogen. Wir verleihen den Preis der Jugendjury 2020 dem Kurzspielfilm Das Urteil im Fall K. von Özgür Anil.“

Jugendjury:
Amelie Bund (17 Jahre, HLW Deutschlandsberg)
Regina Gutkauf (17 Jahre, BG/BRG Carneri)
Lucas Kiers (18 Jahre, HLW Leoben)
Mara Orlandini (16 Jahre, Sacré Coeur Graz)
Ida Stettner (17 Jahre, Akademisches Gymnasium Graz)

Fünf Jugendliche, ausgewählt während eines Filmseminars von Heidelinde Neuburger und Steve Csacsinovits. Initiiert und organisiert vom Verein Kulturvermittlung Steiermark – Kunstpädagogisches Institut Graz. (Idee: Max Aufischer, Organisation: Luise Grinschgl)