Diagonale
Festival des österreichischen Films
8.–13. Juni 2021, Graz

FilmprogrammRegisseur*innen | Spielplan

 


Donnerstag, 10.06.
16:00 Uhr, Schubertkino 2
Sonntag, 13.06.
12:30 Uhr, Annenhof Kino 7

The Institute

Animation, AT 2020, digital, 13 min, OmeU
Sammelprogramm: Innovatives Kino Programm 5

Kolumbiens Artenreichtum ist beachtlich – und extrem gefährdet. Transgenderaktivistin und Naturwissenschaftlerin Brigitte Baptiste erläutert die Bedeutung von Biodiversität. Alexander Glandiens außergewöhnlicher Animationsfilm übersetzt ihre Aussagen mit vielstimmigem Sounddesign und visuellem Minimalismus: Wer Lebensgemeinschaften sichern will, muss vereinzelte Spezies erfassen und bewahren.

Kolumbien ist eines der artenreichsten Länder der Erde. Zugleich gehören die Ökosysteme Südamerikas weltweit zu den gefährdetsten. Biodiversitätsexpertin, Transgender- und Umweltaktivistin Bri­­gitte Baptiste, die bis 2019 die Forschungsanstalt für biologische Ressourcen in Bogotá leitete, erläutert in einem Interview nicht nur die Methodik des Instituts und die Rolle genetischer Vielfalt in kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenhängen. Sie zieht auch Verbindungslinien von Alexander von Humboldts botanischen Exkursionen Anfang des 19. Jahrhunderts zu gegenwärtigen Wissenschaftsdiskursen.
Überbordende Artenvielfalt vermittelt sich in Alexander Glandiens Animationsfilm vor allem über ein vielstimmiges Sounddesign, während das zeichnerisch minimalistische Konzept konsequent die Essenz von Baptistes Aussagen übersetzt: Es sind vereinzelte Exemplare seltener, unbekannter, anders­artiger, imposanter wie unscheinbarer Spezies, die es zu erfassen und zu bewahren gilt, um die Stabilität von Lebensgemeinschaften zu sichern.
(Katalogtext, mk)

Dieser Film ist am 7. Juni um 20.15 Uhr im Livestream auf Ö1 zu sehen. Mehr zu Canale Diagonale – Ein Festival, viele Streams – unter diagonale.at/canale-diagonale.  

Regie: Alexander Glandien
Buch: Konzept & Realisation: Alexander Glandien
Weitere Credits: Animation: Alexander Glandien
Produzent*innen: Alexander Glandien