Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Mk.10,25
Innovatives Kino kurz, AT 2018, Farbe, 2 min., OmeU
Diagonale 2019

Regie, Buch: Meinhard Rauchensteiner
Kamera: Daniel Zimmermann
Schnitt: Daniel Zimmermann
Produzent/innen: Daniel Zimmermann
Produktion: dz-productions

 

Durch einen Übersetzungsfehler kam das Kamel zum Nadelöhr. Seither rätseln die Kamele dieser Welt, wie sie ins Himmelreich gelangen können. Auch jene aus Plüsch. Kluge informieren sich. Und singen dabei.

Ein Vers aus dem Markusevangelium, vier unterschiedliche Sprachen, ein Plüschkamel, das in einem aufgeschlagenen Buch liest und auf Bauchdruck mit rotglühenden Augen auf Arabisch den Heiland besingt. Dass sich bei der Entschlüsselung und Interpretation von Zeichen „Übersetzungsfehler“ einschleichen können, die völlig neue, auch absurde Bedeutungen erzeugen, veranschaulichte Meinhard Rauchensteiner bereits in seinem Debütfilm Herbst (2015). In Mk.10,25 offenbart er nun, dass nicht einmal Gottes Wort eindeutig zu verstehen ist. Rhetorische Obskuritäten und babylonische Sprachverwirrung – für den Weg ins Himmelreich scheint der Nähratgeber bisweilen zielführender als die „Heilige Schrift“.
(Katalogtext, mk)

Durch einen Übersetzungsfehler kam das Kamel zum Nadelöhr. Seither rätseln die Kamele dieser Welt, wie sie ins Himmelreich gelangen können. Auch jene aus Plüsch. Kluge informieren sich. Und singen dabei.
(Meinhard Rauchensteiner)