Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Mária Vörösben (Mary in Red)
Innovatives Kino kurz, AT/HU 2018, Farbe, 29 min., OmeU
Diagonale 2019

Regie, Buch, Darsteller/innen, Kamera, Schnitt, Originalton: Eszter Katalin
Weitere Credits: Kamerassistentinnen: Lilli Sagi, Katalin Toma Nato-Stacheldrahtproduktion: found footage Dank an: Simone Bader Dmytro Fedorenko Patricia Gerger Miguel González Cabezas Costas Kekis Magali Moreau Maria Lisa Pichler Lilli Sagi Moritz Simons Katalin Toma
Produzent/innen: Eszter Katalin
Produktion: keine

 

Im Gefängnis von Márianosztra wird seit September 2015 Nato-Stacheldraht hergestellt. Eszter Katalin besucht das ungarische Dorf, um in der Gegenwart dieses Ortes dessen Geschichte sichtbar zu machen: eine Zeit, in der inhaftierte Kommunistinnen unter Nonnenaufsicht gezüchtigt und später auch deportiert wurden – „The same gestures on the same places“. Mária Vörösben setzt diesen Frauen ein Denkmal.

Das Gefängnis von Márianosztra: Seit September 2015 wird hinter den Mauern des ehemaligen Klosters Nato-Stacheldraht für europäische Grenzen hergestellt. Eszter Katalin besucht das ungarische Dorf, um in der Gegenwart dieses Ortes dessen Geschichte zu gedenken, sie sichtbar zu machen, dem Gespenst der Vergangenheit eine Stimme zu geben.
Schwarz-Weiß-Fotografien, die sich vor farbige Landschafts- und Architekturkulissen schieben, Trauergesten, Reflexionen über damals und heute aus dem Off. Überlagerungen verschiedener Zeitebenen und Erinnerungen an ein häufig verschwiegenes Kapitel in der Historie der Haftanstalt: eine Zeit, in der hier inhaftierte Kommunistinnen und Antifaschistinnen unter der Aufsicht von Nonnen gezüchtigt und später auch deportiert wurden – „The same gestures on the same places“. Mária Vörösben bringt diese Erinnerungen wieder, sperrt sie ein in Bild und Ton und setzt diesen Frauen ein Denkmal.
(Katalogtext, mk)