Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

Diagonale-Schauspielpreise’20

Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt einer österreichischen Schauspielerin in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale’20

Julia Franz Richter für Der Taucher

Regie: Günter Schwaiger, Produktion: Günter Schwaiger Filmproduktion / Extrafilm

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

Der Taucher © Robert Staudinger

Die Begründung der Jury:
„Im Film Der Taucher spielt Julia Franz Richter eine junge Frau an der Schwelle zum eigenständigen, unabhängigen Leben. Den Beschützerinstinkt, den sie im Laufe ihrer Kindheit gegenüber ihrer Mutter entwickelt hat, sieht man hier im Zwiespalt zu ihrer eigenen Lebensfindung und der Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung stehen. Richter zeichnet diese Zerrissenheit in feinfühligem, wohl dosiertem und hochempathischem Spiel und gibt dabei der Jugendlichkeit der Figur, ihrer Verletzlichkeit und Entschlossenheit enorme Tiefe und Kontur. Als Zuseher/in kann man sich ihr nicht entziehen. Richter zwingt uns genau hinzusehen, weil sie selbst so genau hinsieht. Mit großer Freude zeichnet die Jury daher diese eindringliche Leistung mit dem Schauspielpreis der Diagonale aus.“

 

Diagonale-Schauspielpreis für einen bemerkenswerten Auftritt eines österreichischen Schauspielers in einem Wettbewerbsfilm der Diagonale’20

Dominik Warta für The Trouble With Being Born

Regie: Sandra Wollner, Produktion: PANAMA Film, The Barricades (DE), ZDF – Das kleine Fernsehspiel (DE), Filmakademie Baden-Württemberg

€ 3.000 — gestiftet von der VdFS – Verwertungsgesellschaft der Filmschaffenden

The Trouble With Being Born © PANAMA Film

Die Begründung der Jury:
„Dominik Warta spielt in The Trouble with Being Born so intensiv, so bedrückend und authentisch, dass man manchmal am Liebsten wegschauen würde. Präzise und unaufgeregt ist seine Darstellung des Georg an der Seite des kindlichen Avatars Elli. So intim und versunken, dass man sich beim Zusehen mitunter wie ein Voyeur fühlt. Mit großer Leichtigkeit meistert Warta das Schwerste: einfach nur da zu sein, nicht mehr zu machen als notwendig. Fein, unspektakulär und dennoch emotional. Mit knappen Gesten und leisen Tönen überzeugt seine ebenso unaufdringliche wie eindringliche Darstellung. Sie irritiert, stößt ab, fasziniert und bleibt im Gedächtnis – lange nachdem der Film zu Ende ist. Für die Jury war Dominik Wartas schauspielerische Leistung die beste des Jahres 2020.“

Jury Schauspielpreis:
Ute Baumhackl (Ressortleiterin Kultur, TV & Medien, „Kleine Zeitung“, AT)
Gerti Drassl (Schauspielerin, IT)
Christian Konrad (Ressortleiter Film, ORF, AT)
Gregor Schmidinger (Regisseur, AT)
Eva Spreitzhofer (Regisseurin, Drehbuchautorin, Schauspielerin, AT)