Diagonale
Festival des österreichischen Films
21.–26. März 2023, Graz

FilmprogrammRegisseur*innen | Spielplan

 


Donnerstag, 07.04.
11:00 Uhr, Schubertkino 1
Samstag, 09.04.
14:30 Uhr, Schubertkino 2

In The Upper Room

Animation, AT/HU 2022, digital, 8 min, eOF
Sammelprogramm: Innovatives Kino Programm 3

Regelmäßig besucht ein kleiner Maulwurf seinen blinden Opa. Die Jahreszeiten wechseln, beide werden älter, ihre Beziehung reifer. Anrührend und mit charakteristischer Handschrift erzählt Alexander Gratzers neuester und erstmals mit Team realisierter Animationsfilm von grenzenloser Verbundenheit und vom essenziellen Unterschied zwischen Sehen und Erkennen.

Regelmäßig, wenn auch zu selten, besucht ein kleiner Maulwurf seinen blinden Großvater, der weit entfernt in einer Höhle lebt und seine alten Tage nüsseknackend im Sessel verbringt. Die Jahreszeiten wechseln, der junge Maulwurf reift heran, wird größer, sein Fell dichter, und die kindlich-spielerischen Neckereien, die er sich manchmal mit dem Opa erlaubt, weichen dem aufrichtigen Interesse am greisen Gegenüber, das im letzten Moment so manche Erscheinung in ein neues Licht rückt.
Im Vergleich zu seinen im Alleingang gestalteten minimalistischen Momentaufnahmen besticht Alexander Gratzers neueste und erstmals mit Team realisierte Arbeit durch klassischere Narration, komplexere Szenenauflösungen und einen aufwendigeren wie detailverliebteren Zeichen- und Animationsstil. Dennoch fügt sich In The Upper Room reibungslos in das Œuvre des Animationskünstlers ein, dessen gereifte Handschrift sich in dieser tragikomisch-berührenden Erzählung über eine innige Verbundenheit nicht nur in den Bildern entfaltet. Sehen oder erkennen? Das ist hier die essenzielle Frage.
(Katalogtext, mk)
 

Regie: Alexander Gratzer
Buch: Alexander Gratzer
Kamera: Alexander Gratzer
Schnitt: Alexander Gratzer
Originalton: Alexander Gratzer
Musik: Alexander Gratzer
Sounddesign: Kalotás Csaba
Weitere Credits: Animation: Alexander Gratzer, Natália Andrade, Mariai Gábor, Sebastian Doringer
Produzent*innen: József Fülöp
Produktion: Moholy-Nagy University of Art and Design Budapest
Koproduktion: keine