Diagonale
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Und Äktschn!
Spielfilm, AT/DE 2013, Farbe, 102 min.
Diagonale 2014

Regie: Frederick Baker
Buch: Gerhard Polt, Frederick Baker
Darsteller:innen: Gerhard Polt, Maximilian Brückner, Gisela Schneeberger, Robert Meyer, Nikolaus Paryla, Michael Ostrowski u. a.
Kamera: Wolfgang Thaler
Schnitt: Alarich Lenz
Originalton: Roman Schwartz
Musik: Christoph Well
Sounddesign: Martin Löcker
Szenenbild: Tilman Lasch
Kostüm: Mo Vorwerck
Produzent:innen: Frederick Baker, Christian Becker, Antonio Exacoustos, Franz Kraus, Joseph Reidinger
Produktion: Filmbäckerei
Koproduktion: Rat Pack Filmproduktion, Viafilm, B.A. Produktion

 

Gescheiterte Ehe, kein Geld auf dem Konto – Hans A. Pospiech hat schon bessere Zeiten gesehen. So richtig brennt bei ihm nur noch die Leidenschaft für den Film. Als ein windiger Bankdirektor zur Bereinigung der eigenen Bilanzen eine „Kulturförderung“ ersinnt, will Pospiech Bewegtbildgeschichte schreiben: Ein Amateurepos über den Privatmenschen Hitler soll es werden … da ist der Untergang bereits vorprogrammiert. Gerhard Polts Rückkehr auf die Kinoleinwand: ironisch, melancholisch, entschleunigt.

www.undaektschn.at, www.stadtkinowien.at

Filmgespräch mit: Frederick Baker, Alarich Lenz

Katalogtext Diagonale 2014:
Mehr schlecht als recht hält sich Amateurfilmer Hans A. Pospiech (Gerhard Polt) mit dem Verkauf von Weltkriegsmemorabilien über Wasser. Die Ehe ist gescheitert, das Filmemachen leidenschaftliches, jedoch verdienstloses Hobby. Pospiech hat schon bessere Zeiten gesehen. Auch Sparkassen-Direktor Faltermeier (Michael Ostrowski) kämpft mit den Zahlen. Um die eigenen Bilanzen auf Vordermann zu bringen, ersinnt der windige Banker eine flexible Variante regionaler „Kulturförderung“ – einen Filmwettbewerb, bei dem der Sieger längst feststeht: der mit dem größten Schuldenberg, also Pospiech. Und der will nun endgültig Filmgeschichte schreiben. Ein Amateurepos über Adolf Hitler als Privatmensch soll es werden … da ist der persönliche Untergang bereits vorprogrammiert. Ein entschleunigtes Dialektgewitter in alter Polt-Manier. Ironisch, melancholisch, dezent klamaukig.(red)

Was Polt da mit Frederick Baker macht, ist nichts weniger als pure Verweigerung jeder Festlegung auf irgendwelche Mainstream- Rezepte. Stoisch wie eine Figur von Aki Kaurismäki bewegt er sich hier durch eine verwahrloste Kleinstadt-Peripherie. Nichts ist seinem Hans A. Pospiech zu blöd, alles ist ihm groß genug. (Claus Philipp, StadtkinoZeitung)

Wir kennen den Hitler nur in zwei Erscheinungsformen: entweder brüllend oder als Kasperl, entweder ein Dämon oder ein Depp. Aber der muss damals, als er ein Nobody in München war, auch charmant gewesen sein, nachgerade sympathisch (…) Das darf man nicht unterschätzen. Der Hitler war auch ein Amateur und Dilettant, da war nur Mittelmäßigkeit, bei seinen Bildern ebenso wie bei dem, was er verzapft hat, und den Leuten, die ihn umgeben haben. Und unsere Idee war es nun, diese Amateurtruppe von einem Haufen Dilettant/innen spielen zu lassen. Mit so einer Dilettant/innenorgie kann man diesen Figuren vermutlich näher kommen als in anderen Filmen. (Gerhard Polt, Die Zeit-Interview)

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