Diagonale
Festival des österreichischen Films
8.–13. Juni 2021, Graz

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Everyday Rebellion
Dokumentarfilm, AT/CH 2013, Farbe, 114 min.
Diagonale 2014

Regie: The Riahi Brothers
Buch: Arash & Arman T. Riahi
Kamera: Mario Minichmayr, Arash & Arman T. Riahi, Dominik Spritzendorfer, Olivia Wimmer
Schnitt: Nela Märki, David Arno Schwaiger
Originalton: Atanas Tcholakov, Abe Dolinger, Hjalti Bager-Jonathansson, William Franck, Manuel Grandpierre, Nils Kirchhoff
Musik: Karuan
Sounddesign: Christof Steinmann
Produzent/innen: Arash T. Riahi, Michael Seeber, Sabine Gruber, Hercli Bundi, Vadim Jendreyko, Susanne Guggenberger
Produktion: Golden Girls Filmproduktion
Koproduktion: Mira Film (CH), SRG SSR (CH), SRF (CH), ZDF/ARTE (DE)

 

Was hat die Occupy-Bewegung in New York mit den spanischen Indignados oder den Protesten des Arabischen Frühlings gemeinsam? Als Teil eines umfangreichen Crossmedia-Projekts spürt Everyday Rebellion unterschiedlichen Formen gewaltfreien Protests in jüngeren Demokratiebewegungen nach und fokussiert dabei weniger die politischen Bedingungen als vielmehr jene Menschen, die sich freiwillig oder aus einer existenziellen Notwendigkeit heraus der Veränderung ihrer Lebensumstände verschrieben haben.

www.everydayrebellion.net, www.stadtkinowien.at

Filmgespräch mit: The Riahi Brothers, Ahmad Zeino, Inna Shevchenko und Team; Screening am 19.3.: OmdU, am 21.3.: OmeU

Katalogtext Diagonale 2014:
Was hat die Occupy-Bewegung in New York mit den spanischen Indignados oder den Protesten des Arabischen Frühlings gemeinsam? Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Kampf der iranischen Demokratiebewegung und dem gewaltfreien Aufstand in Syrien, und was ist die Verbindung zwischen den ukrainischen Aktivistinnen der Femen-Bewegung und einer islamischen Kultur wie in Ägypten? Last but not least, was haben Serbien und die Türkei mit all dem zu tun? (Produktionsmitteilung)

Als Teil eines umfangreichen Crossmedia-Projekts spürt der Dokumentarfilm Everyday Rebellion unterschiedlichen Formen gewaltfreien Protests in jüngeren Demokratiebewegungen nach und legt dabei taktische und kreative Parallelen offen. Merklich empathisch begleiten The Riahi Brothers Versammlungen und Aktionen, bewahren sich dabei aber ihre sinnliche Distanz als Filmschaffende – eine Poetik hinter der Kamera, die Everyday Rebellion deutlich von jenen Arbeiten aus dem direkten Aktivist/innenumfeld unterscheidet, die als ergänzender Input in die Projekt-Website einfließen.

Nur peripher erzählen Arash und Arman T. Riahi von den politischen Verhältnissen an den jeweiligen Orten des Protests. Vielmehr bleibt der kaleidoskopartige dramaturgische Aufbau auf jene handelnden Menschen fokussiert, die sich teilweise freiwillig, teilweise aus existenzieller Notwendigkeit heraus einer Veränderung der Lebensumstände verschrieben haben – und die für die Annäherung an ihre Utopie bzw. die Durchsetzung ihres Rechts gleichsam Einbußen und Repres- sion riskieren. (red)

Everyday Rebellion ist ein Zeitzeugnis, aber auch ein Plädoyer für eine Utopie. Keine der Bewegungen ist an ihrem Ziel angelangt. Sie sind ein Aufschrei, und sie verändern die Welt. Jede Veränderung, vor allem wenn sie so tiefgreifend ist, braucht ihre Zeit. Es geht um Menschen, die mit dem Ist-Zustand nicht zufrieden sind und aufstehen. Sie bemächtigen sich ihrer Stimme und erheben people’s power zu einer Kunstform. (Arash T. Riahi, AFC-Interview)

Der Film ist ein Statement. Eine bewusste Entscheidung.
 Wir sind vom gewaltlosen Widerstand überzeugt, wir halten ihn in jeder Gesellschaftsform, die eine echte Demokratie sein will, für essenziell. (Arman T. Riahi, AFC-Interview)