Diagonale
Festival des österreichischen Films
5.–10. April 2022, Graz

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Das erste Meer
Dokumentarfilm kurz, AT/DE 2013, Farbe, 60 min.
Diagonale 2014

Regie, Buch: Clara Trischler
Darsteller*innen: mit: Wafaa, Ahmed, Abud, Omar, Mahmoud, Mohamed u.a.
Kamera: Jakob Fuhr
Schnitt: Svenja Plaas
Sounddesign: Anna Kirst
Produzent*innen: Sarita Sharma, Clara Trischler
Produktion: Kinomaton (DE)

 

Das Meer ist für alle da, heißt es. Für viele palästinensische Kinder bleibt der wenige Kilometer entfernte israelische Küstenstreifen dennoch Sperrgebiet: Alltag im Westjordanland. Clara Trischler begleitet einen sondergenehmigten Tagesausflug ans Meer. Im mikrosozialen Fokus auf zwei 13-jährige Mädchen werden Widersprüche und komplexe Dynamiken eines festgefahrenen Konflikts spürbar.

Filmgespräch mit: Clara Trischler und Team; Screening am 20.3.: OmeU, am 22.3.: OmdU

Katalogtext Diagonale 2014:
„I imagine it being quite beautiful, because they took all our land“, formuliert ein palästinensisches Mädchen ihre Vorstel­lung vom grenznahen Israel – und damit auch die Skepsis gegenüber den dort beheimateten Nachbar/innen. Obwohl unweit der Mauer das Meer wogt, hat sie es nie gesehen: Alltag im Westjordanland.

Das erste Meer folgt palästinensischen Frauen und Kindern bei einem von israelischer Seite organisierten Ausflug an die Küste, wo am Strand politisch separierte Welten temporär zueinanderfinden. Die Reaktionen korrespondieren mit einer dem Konflikt inhärenten Ambivalenz, für deren Darlegung Clara Trischler zwei ungewöhnliche Protagonistinnen findet: Während die 13­-jährige Wafaa vorfreudig die Schwimmsachen packt, skandiert ihre Altersgenossin Raneen Unabhängigkeits­parolen – und bleibt zu Hause. (red)