Diagonale
Festival des österreichischen Films
19.–24. März 2019, Graz

Film Program | Timetable | Directors

 


Donnerstag, 15.03.
18:30 Uhr, Rechbauer
Sonntag, 18.03.
11:00 Uhr, Rechbauer

Anubumin

Dokumentarfilm kurz, AT 2017, 18 min, OmdU
Sammelprogramm: Kurzdokumentarfilmprogramm 2

Ein winziger Inselstaat, abgelegen im Pazifik: Auf Nauru befindet sich zwischen erschöpften Phosphatminen ein Internierungslager für Geflüchtete, finanziert von der australischen Regierung. Vier Whistleblower/innen erzählen von menschenunwürdigen Bedingungen im Camp und Vertuschungsversuchen der Behörden. Ein Film mit rissig-poetischen Bildern, über die sich ein beklemmender Schleier legt.

Nauru ist ein winziger Inselstaat im Pazifik. Vom einstigen Reichtum ist wenig übrig geblieben: Er­ schöpfte Phosphatminen liegen auf dem erhöhten Riff aus Kalkspat. Versteckt zwischen den vernarb­ten Ruinen betreibt die australische Regierung eines ihrer Offshore­ Anhaltelager für Geflüchtete. In beklemmenden Bildern erzählt Anubumin über die Top­ Secret ­Anlage aus Plastikzelten, in der Schutzsuchende unter menschenunwürdigen Bedingungen auf unbestimmte Zeit festgehalten werden. Vier Whistleblower/innen – ehemalige Mitarbeite­ r/innen und Helfer/innen – berichten von gewaltsamen Übergriffen, Menschenrechtsverletzungen und den Vertuschungsversuchen seitens der Behörden. Ein unbehaglicher Schleier überzieht den Film: „Anu­bumin“ bedeutet Nacht auf Nauruisch – und die ist kurz vor der Dämmerung am dunkelsten.
(Katalog,jk) 

Regie: Oliver Ressler, Zanny Begg
Buch: Zanny Begg, Oliver Ressler
Darsteller/innen: David Isaacs, Mark Isaacs, Alanna Maycock, Hasantha Gunasekera
Kamera: William Robertson
Schnitt: Zanny Begg, Oliver Ressler
Originalton: William Robertson
Sounddesign: James Brown
Weitere Credits: Das Footage wurde auf Nauru von anonymen Whistleblower aufgenommen. Text: Matthew Hyland, Oliver Ressler Sprecherin: Renée Gadsden Tonaufnahme des Gedichts, Farbkorrektur: Rudolf Gottsberger