Diagonale
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Festival des österreichischen Films
7. – 12. April 2027, Graz

Das Programmheft der Diagonale ’26 mit dem gesamten Spielplan steht → hier zum Download bereit.


Diagonale Edition
Neue Unsicherheiten
mit Beiträgen von Christa Blümlinger, Marko Dinić, Silvia Hallensleben, Magdalena Miedl, Bert Rebhandl und Andreas Ungerböck zum filmhistorischen Programm, 2026 erschienen im Czernin Verlag (128 Seiten | ISBN: 978-3-7076-0904-2).
Hier erhältlich (12,– €)


Zahlreiche Sonderpublikationen und spezielle Formate sind im Rahmen des Festivals erschienen und beleuchten dieses aus vielfältigen Perspektiven, darunter auch der Diagonale-Podcast.
Mehr Infos unter → diagonale.at/canale-diagonale-26/


Die Diagonale ’26 in → Bildern

Pressestimmen

 

| Diagonale | 2026 | Rückblick |

Volle Kinosäle und höhere Auslastung bei einer politischen und diskursreichen 29. Ausgabe des Festivals in Graz

Eröffnung Diagonale ’26 © Harald Wawrzyniak

Eröffnung Diagonale ’26 © Harald Wawrzyniak

Das Festival des österreichischen Films fand vom 18. bis 23. März zum 29. Mal in Graz statt – erneut unter der Leitung von Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar. 149 Filmproduktionen waren auf der Diagonale ’26 zu sehen, davon 77 als Österreich- oder Weltpremiere. Der Filmwettbewerb, bei dem Österreichs höchstdotierte Filmpreise durch internationale Jurys vergeben wurden, war auch bei der 2026er Festivalausgabe das Herzstück mit 82 Filmen aus den Bereichen Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilm als auch Innovativer Film. Im Rahmen der Diagonale wurden traditionsgemäß auch der Franz-Grabner-Preis sowie die Carl-Mayer-Drehbuchpreise und die Thomas Pluch-Drehbuchpreise verliehen, sowie erstmalig der Mabacher Award.

 „Die Diagonale hat, so meinen wir, auch in den vergangenen Tagen wieder gezeigt, was kulturelle Verdichtungsräume hervorbringen können: eine Öffentlichkeit in produktiver Spannung. Es war eine politische Ausgabe, eine, die den Diskurs nicht nur zugelassen, sondern aktiv gesucht hat – über einzelne Filme hinweg, im Resonanzraum mehrerer Arbeiten, und immer wieder auch über das Kino hinaus. Wir haben uns über die vollen Kinosäle gefreut – gerade bei Filmen, die herausfordern. Und über die unerwarteten Allianzen, die sich gebildet haben: lose Zusammenschlüsse, flüchtige Übereinkünfte, manchmal Freundschaften. Festivals sind Orte, an denen sich Gemeinschaft nicht nur zeigt, sondern erst formiert – und dabei fortwährend erweitert. Danke an die Filmemacher:innen, Produzent:innen und Verleihern, die uns erneut ihr Vertrauen geschenkt haben. Und nicht zuletzt Dank an unser außergewöhnliches Team, das unsere Diagonale möglich gemacht hat. Wir freuen uns auf die Jubiläumsausgabe 2027!” — Dominik Kamalzadeh und Claudia Slanar, Festivalleitung

Das Festival des österreichischen Films wurde am 18. März 2026 in der Helmut List Halle mit der Österreichpremiere von Rose von Markus Schleinzer eröffnet. Durch den Eröffnungsabend der 29. Diagonale in Graz führte David Scheid. Im Rahmen der Eröffnung wurde der Große Diagonale-Schauspielpreis 2026 für Verdienste um die österreichische Filmkulturan Hilde Dalik verliehen, ein Kunstwerk gestaltet von Anita Leisz. Regisseurin Alexandra Makarová hielt im Namen der Schauspiel-Jury die Laudatio und attestierte Dalik Mut, Stärke und außergewöhnliche künstlerische Integrität. Unter den Gästen waren Vizekanzler Andreas Babler, Landeskulturrat Karlheinz Kornhäusl, Bürgermeisterin Elke Kahr, Vizebürgermeisterin Judith Schwentner und Kulturstadträtin Claudia Unger. Auch der Trailerregisseur Michael Gülzow und Billy Roisz, der bei der Diagonale eine ausführliche Filmschau gewidmet war, feierten neben einer Vielzahl an Filmschaffenden die Eröffnung des Festivals des österreichischen Films. Weiters mit dabei waren Werner Kogler (Vizekanzler a.D. und Abgeordneter zum Nationalrat), Dompfarrer Ewald Pristavec, Hausherrin Kathryn List von der AVL Cultural Foundation und Walburga Seidl vom Vorstand der Steiermärkischen Sparkasse.

Ein wahrer Preismarathon

Das Herzstück des Festivals war wie immer der Wettbewerb: Österreichs höchstdotierte Filmpreise wurden am Montagabend mit gesamt € 128.500 durch internationale Jurys verliehen und dadurch die Vielzahl an Leistungen, die mit der Herstellung eines Filmes verbunden sind, ausgezeichnet. Zusätzlich dazu wurde auch der Diagonale-Publikumspreis der Kleinen Zeitung mit einer Dotierung von € 3.000, der bereits bei einem Vorab-Screening verliehen wurde, nochmals gewürdigt. Insgesamt waren 82 Filme im Wettbewerb vertreten. Präsentiert wurden wie gewohnt lange sowie kurze Spiel- und Dokumentarfilme als auch der Innovative Film – 70 der Filme im Wettbewerb feierten im Rahmen des Festivals in Anwesenheit der Filmemacher:innen auf den Grazer Kinoleinwänden die Österreich- oder Weltpremiere. Moderiert von Susi Stach und Gilbert Handler wurden im größten Saal des Annenhof Kinos in Anwesenheit einer Vielzahl von Filmschaffenden und Stiftungsvertreter:innen 20 Filmpreise vergeben, allen voran die Großen Diagonale-Preise des Landes Steiermark für den Besten Spielfilm sowie den Besten Dokumentarfilm. In Anwesenheit von Kulturlandesrat Karlheinz Kornhäusl wurden Angela Summereder für B wie Bartleby sowie Tolga Karaaslan für Baba, What’s Your Plan? ausgezeichnet. Kulturstadträtin Claudia Unger übergab den Diagonale-Preis für Innovatives Kino der Stadt Graz an Georg Petermichl für Amature Enlightenment. Alle Preisträger:innen erhielten ein Kunstwerk, entworfen und umgesetzt von der Künstlerin Anna Paul: die goldene Diagonale-Nuss, eine maßstabsgetreue Bronzeskulptur einer Muskatnuss, die in jeder Hosen- oder Rocktasche Platz findet – eine Begleiterin für alle Fälle! Die Übersicht der Preisträger:innen und Stifter:innen sowie die Jurybegründungen gibt es → hier

Ebenfalls im Rahmen der Diagonale vergeben wurden am Festivalfreitag der Franz-Grabner-Preis (Bester Kinodokumentarfilm Grünes Licht von Pavel Cuzuioc, Bester Fernsehdokumentarfilm Österreich unter dem Regenbogen von Robert Styblo) sowie der Kodak Analog Filmpreis an Franz Quitt & Laura Ettel für Closed for the Virus Break. Am Sonntagabend fand erstmalig im Rahmen des Festivals die Verleihung des Mabacher Award statt – der Preis für den Besten inklusiven Film ging ebenfalls an Baba, What’s Your Plan?, das Dokumentarfilmdebüt von Tolga Karaaslan. Am Montagvormittag fand die Verleihung der Carl-Mayer-Drehbuchpreise (Hauptpreis an Peter Pflügler für das Treatment zu Hans –or–Don’t Bury Me in the Grave of My Father) sowie der Thomas Pluch Drehbuchpreise (Hauptpreis an Markus Schleinzer und Alexander Brom für Rose) statt. Am Nachmittag wurde der Publikumspreis der Kleinen Zeitung für den beliebtesten Film des Festivals an The Stories von Abu Bakr Shawky vergeben.

 

FILMSPECIALS DER DIAGONALE ’26:

| Position | Hlynur Pálmason |
Der isländische Regisseur und bildende Künstler Hlynur Pálmason, zuletzt mit der Tragikomödie The Love That Remains in Cannes, war mit einer umfassenden Werkschau samt Carte Blanche zu Gast in Graz und gab bei einer Masterclass Einblick in die Entstehungsprozesse seiner Filme.

| Position | Billy Roisz |
Die Diagonale 2026 widmete der seit den späten 1990er Jahren aktiven Filmemacherin, Musikerin und Performerin Billy Roisz eine umfassende Werkschau samt Live Performance.

| Filmgeschichte | Girls Will Be Boys |
Frauen in Hosenrollen: Das filmhistorische Special von SYNEMA beschäftigte sich mit Genderfluidität und Travestie im deutschsprachigen Kino der Zwischenkriegszeit.

| Filmgeschichte | Neue Unsicherheiten – Österreichischer Dokumentarfilm in den 90er Jahren |
Eine filmhistorische Spurensuche in sieben Programmen im heimischen Dokumentarfilmschaffen vor 30 Jahren, einer Zeit der Um- und Aufbrüche.

| Und in der Mitte | Ein Wirtshaus |
Und in der Mitte ist eine neue, im Rahmen der Diagonale jährlich stattfindende Film- und Gesprächsreihe, die sich mit Orten jenseits urbaner Zentren auseinandersetzt.

| Special | Duisburger Filmwoche |
Zum 50jährigen Jubiläum war das renommierte deutsche Dokumentarfilmfestival zu Gast in Graz – zu sehen sind Filme aus der Festivalgeschichte, die irritieren, provozieren und herausfordern.

| In memoriam | Emily Artmann |
Eine kleine Hommage im Gedenken an die Lyrikerin, Editorin und Filmemacherin.

| Portorož meets Graz |
Eine neue Kooperation mit dem Festival des slowenischen Films.

 

RAHMENPROGRAMM DER DIAGONALE ’26.

Mit Unterstützung der Hauptsponsorin des Festivals, der Steiermärkischen Sparkasse, fanden unter dem Titel Nachspann und Nachspann EXTRA vertiefende Gespräche und Diskussionen statt – für Kino, das über die Leinwand hinausgeht, u.a. mit Markus Schleinzer, Caro Braun, Klaus Fried, Harald Friedl, Billy Roisz und Anat Stainberg.

Das Branchentreffen des Festivals, das Film Meeting, legte unter regem Publikumszuspruch den Fokus unter anderem auf den Kinder- und Familienfilm, weiters gab es Updates und News aus der Branche, unter anderem zu Barrierenabbau im Film, der Neugründung von #we_do!, dem Auswahlverfahren zum Auslands-Oscar und dem Green Filming Report des ÖFI. Im Forum im Heimatsaal fanden zudem unter anderem ein Special zu Let’s talk about Scripts! mit Maria Petschnig und Thomas Brooks, der FC Gloria Salon samt Choreinlage und ein performatives Konzert mit Billy Roisz, dieb13, Martin Brandlmayr und Karolina Preuschl statt.

Eng mit dem Festival verbunden war traditionellerweise auch die Ausstellung im Kunsthaus Graz: Michael Gülzow, der Gestalter des Diagonale ’26-Trailerreigens, präsentierte dort seine Ausstellung Das Tor zur Unwirklichkeit, Claudia Larcher war mit Less is more, more, more in der Akademie Graz zu sehen. Das Street Cinema Graz konnte seine Kurzfilmwanderung durchs Lendviertel dieses Jahr ohne Regen durchführen, und der Cinema Next Breakfast Club lud unter dem Titel Brotlos(e) Leiden(schaft) junge Filmschaffende dazu ein, Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen und weiterzudenken. Die Festivaltage ausklingen lassen konnte das Publikum sowohl entspannt in der Diagonale-Bar im Volksgarten Pavillon — hosted by Eule Bier – als auch bei der Vielzahl an Premierenfeiern, die über ganz Graz verteilt stattfanden.

Zum Gelingen des Festivals hat auch 2026 maßgeblich das wunderbare Team beigetragen, ihm gebührt der größte Dank!

 

 

 

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