Diagonale
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Diagonale
Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

FilmprogrammRegisseur:innen | Spielplan

 

Donnerstag, 19.03.
14:00 Uhr, Schubertkino 2

Croma

Dokumentarfilm, AR/AT/DE 2025, DCP, 70 min, OmeU

Eine Kamera, ein Greenscreen und ein paar einfache Fragen. Das reicht aus, um die Geschlechternormen infrage zu stellen. Was ist ein Mann? Was eine Frau? Was eine Transperson? Wirken die Kinder anfangs noch eher ratlos, wissen die Erwachsenen die Geschlechterrollen souveräner zu reflektieren. Sie können von Verletzungen, Enttäuschungen und dem tiefen Wunsch nach einer anderen Gesellschaft berichten. Letztere wird im zweiten Teil des Films aus der Taufe gehoben, in dem der Greenscreen der grünen Wiese Platz macht.

Benötigt werden eine Kamera, ein Greenscreen und ein paar einfache Fragen. Mehr braucht es nicht, um Geschlechternormen infrage zu stellen. Was ist ein Mann? Was ist eine Frau? Was ist eine Transperson? Das Frage-Antwort-Spiel beginnt mit Kindern, deren Reaktionen bekanntlich besonders ehrlich ausfallen. Beim Thema Geschlecht schauen sie anfangs jedoch noch ziemlich ratlos in die Kamera und brauchen eine Weile, um Gedanken zu entwickeln. So verkörpern die Kinder eher, als dass sie sie kritisieren, die gängigen Geschlechterrollen, die bereits früh ihre Wirkung entfalten, obwohl sie noch nicht vollständig verinnerlicht sind. Deutlich reflektierter äußern sich die Erwachsenen, die im Laufe ihres Lebens bereits an die Grenzen der Geschlechternormen gestoßen sind. Sie alle können von Verletzungen, Enttäuschungen, Hoffnungen und dem tiefen Wunsch nach einer anderen Gesellschaft berichten.

Im zweiten Teil des Films wird das Setting vom Greenscreen auf eine grüne Wiese übertragen. Dort setzen die Protagonist:innen einander in Szene. Die Natur ist dabei der ideale Safe Space, in dem sie herausfinden können, wer sie sind, wer sie gern sein würden und wie sie sich definieren. Langsam werden Vorbehalte fallen gelassen, Vertrauen wird aufgebaut und ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Wo die eigene Person mit dem Charakter verschwimmt, wird eine neue Gesellschaft aus der Taufe gehoben. Croma ist schön, nicht weil wieder geträumt werden darf, sondern weil die Personen, die die Leinwand beleben, so unglaublich bereichernd sind. (Raphael Stüdeli)  

Regie: Manuel Abramovich
Buch: Manuel Abramovich
Darsteller:innen: Camila Oviedo, Mólione Barraza, Ignacio Sotomayor Grau, Héctor Meana, Ornella Veiga, Diana Days, María Fernández, Salomé Ferrara, Luisa Angulo Carabalí
Kamera: Manuel Abramovich, Enzo Codaro, Armin Marchesini Weihmuller
Schnitt: Andrés Medina, Lautaro Colace
Originalton: Nahuel Palenque
Musik: Valentín Pelisch
Sounddesign: Nahuel Palenque
Szenenbild: Dudu Quintanilha
Kostüm: Julieta Omil
Produzent:innen: Juan Pablo Labonia, Lukas Valenta Rinner, Manuel Abramovich, Yael Svoboda
Produktion: Ruido (AR)
Koproduktion: Nabis Filmgroup (AT)
Weltvertrieb: Ruido (AR)
Uraufführung: Visions du Réel 2025
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital

 

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