
Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre
Dokumentarfilm, AT 2000, DCP, 91 min, OmeU
Rainer Frimmels Dokumentarfilmdebüt ist die Montage einer Selbstdokumentation: Über mehrere Jahre, von 1993 bis 1999, hat sich der Wiener LKW-Fahrer Peter Haindl selbst in Videobildern aufgezeichnet, meist am Wohnzimmertisch oder im Sessel sitzend, der Kamera zugewendet. Er räsoniert, politisiert und lamentiert, narzisstische Posen stehen neben kleinmütigen Selbsteingeständnissen.
Rainer Frimmels Dokumentarfilmdebüt ist die Montage einer Selbstdokumentation: Über mehrere Jahre, von 1993 bis 1999, hat sich der Wiener LKW-Fahrer Peter Haindl selbst in Videobildern aufgezeichnet, meist am Wohnzimmertisch oder im Sessel sitzend, der Kamera zugewendet. Er räsoniert, politisiert und lamentiert, narzisstische Posen stehen neben kleinmütigen Selbsteingeständnissen.
„So paradox die Geschichte dieses Videofilms ist, so paradox sind die Monologe von Peter Haindl, die er, von verschiedenen Positionen seiner Wohnung aus, emphatisch bis zerknirscht an ein imaginäres Publikum richtet. Jedes Mal inszeniert er sich von einer anderen Seite, vom politischen Herrn Karl bis zum Dichter mit Schlapphut. Seine Reden kreisen um alltägliche Ressentiments, gegen Frauen und Ausländer etwa, und lassen sich doch nie auf eine Ansicht reduzieren. Durch Selbstironie und Widersprüchlichkeiten relativiert er die Gemeinplätze wieder, bugsiert die Tirade dann in Richtung einer Analyse. Das Pandämonium der österreichischen Seele präsentiert sich als rhetorischer Irrgarten.“ (Dominik Kamalzadeh)
Content Notes:
Aufzeichnungen aus dem Tiefparterre enthält diskriminierende Sprache
Darsteller:innen: Peter Haindl
Kamera: Peter Haindl
Schnitt: Rainer Frimmel
Weltvertrieb: sixpackfilm
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Uraufführung: Diagonale '00




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