
Familienfotoalbum
Dokumentarfilm kurz, AT 2026, DCP, 10 min, OmeUSammelprogramm: Kurzdokumentarfilm Programm 4
Zwischen Jugendbildern seines Großvaters und Kindheitsfotos seiner Mutter findet der Filmemacher Aufnahmen eines Naziaufmarschs in Innsbruck. Die Unmittelbarkeit der Darstellung macht ihn sprachlos. Im Videotelefonat diskutiert er mit seiner Mutter über die Frage, wie man mit diesem Fund umgehen soll.
Der Südtiroler Filmemacher und Fotograf Lorenz Zenleser setzt – siehe Titel – die familiäre Spurensuche fort, die er in seinem vorigen Film
Where My Grandfather Used to Sit
begann. Auch in
Familienfotoalbum
geht es um den Großvater: Fundstücke, die wohl diesem gehört haben, werden zum Gegenstand von Zenlesers Betrachtung. Doch die Bilder verstören ihn nachhaltig. Sie zeigen einen Naziaufmarsch in Innsbruck, aufgenommen offenkundig anlässlich des „Anschlusses“ Österreichs ans Deutsche Reich. Besonders die emblematische Aufnahme eines jungen Mannes mit Hakenkreuzbinde und Musikinstrument bei strahlend blauem Himmel vor der schneebedeckten Nordkette gibt ihm zu denken. Er ruft seine Mutter an, und die beiden diskutieren über Herkunft und Aussage der Fotos. Und vor allem darüber, wie mit diesen umzugehen sei. (Andreas Ungerböck)
Buch: Lorenz Zenleser
Darsteller:innen: Renate Mumelter, Lorenz Zenleser
Kamera: Lorenz Zenleser
Schnitt: Lorenz Zenleser
Originalton: Lorenz Zenleser
Sounddesign: Lorenz Zenleser
Produzent:innen: Lorenz Zenleser
Produktion: Lorenz Zenleser
Uraufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital









