
Flim Flam
Innovatives Kino kurz, AT 2026, DCP, 15 min, kein DialogSammelprogramm: Innovatives Kino Programm 3
Wer nicht nach Strich und Faden betrügt, kann kein Filmemacher sein. Dem altmodischen englischen Begriff „flim-flam“ folgend spielt Siegfried A. Fruhauf mit Bildern und Tönen in Form von Zebras und Rufzeichen, Kugeln und Kinderhänden. Eine meisterhafte Leinwandzauberei, bei der Flim zu Film wird.
Die Aufgabe zu erfüllen, die man zu Beginn des Films gestellt bekommt, ist nicht einfach. „Focus on the center for one minute!“ Aber eine Minute kann ganz schön lang sein, wenn sich auf der Leinwand schwarzweiße Kugeln drehen, die – dem Gekreische auf Tonspur sei gedankt – wie ein Vogelschwarm die Bildmitte im Uhrzeigersinn umkreisen. Hat dieser erste optische Trick funktioniert, beginnt die Zauberei in
Flim Flam
aber erst so richtig.
Der Titel von Siegfried A. Fruhaufs jüngstem Film bezieht sich auf den altmodischen Begriff „flim-flam“: Es ist der Versuch, durch Betrug oder Hochstapelei eine Person oder eine Gruppe zu täuschen, nachdem man zunächst ihr Vertrauen gewonnen hat. Also ein Publikum. Dass auch das Kino als Illusionsmaschine nach Strich und Faden betrügt, dürfte bekannt sein. Nur dass die Striche und Fäden bei Fruhauf Rufzeichen und Zebras sind, die in der Folge die Leinwand besetzen und bevölkern. Wenn das Zebra – schwarze Streifen auf weißem Fell oder umgekehrt? – später als Holzspielzeug von sich öffnenden und schließenden Kinderhänden gehalten und versteckt wird, schließt sich auch ein weiterer Kreis. Eine meisterhafte Leinwandzauberei über das Tarnen und Täuschen, bei der Flim zu Film wird. (Michael Pekler)
Content Notes:
Flim Flam enthält Stroboskopeffekte
Weitere Credits: Konzept und Realisation: Siegfried A. Fruhauf
Produzent:innen: Siegfried A. Fruhauf
Weltvertrieb: sixpackfilm
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Gefördert von: BMWKMS
Stadt Wien Kultur
Uraufführung: Berlinale Shorts 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: analog+digital









