
A Painter / En maler
Spielfilm kurz, DK 2013, DCP, 30 min, OmeUSammelprogramm: POSITION Hlynur Pálmason: Kurzfilmprogramm
Ein erfolgreicher, narzisstischer Maler (Ingvar Eggert Sigurðsson) lebt isoliert in einem Haus auf weiter Flur und nur für seine Arbeit. Für sein Umfeld hat er ausschließlich Verachtung übrig. Pálmasons Filmhochschulabschlussfilm ist eine ironische Abrechnung mit männlichem Größenwahn.
Die Geliebte zerrt er aus dem Bett und schmeißt sie aus der Villa, die in der weiten Landschaft steht, genauso isoliert wie er selbst. Den erwachsenen Sohn bewirft er mit Farbdosen, den Journalisten mit dessen Notizen. Auch den Fotografen kommandiert er herum: Er möchte mit dem Boden fotografiert werden und nicht abgeschnitten an den Knien. Der Protagonist von Hlynur Pálmasons Diplomfilm an der Dänischen Filmschule ist ein erfolgreicher, toxischer Künstler, gespielt vom kernigen Ingvar Eggert Sigurðsson, der in den folgenden Langfilmen des Regisseurs wieder auftauchen wird (ebenso wie Elliott Crosset Hove, hier in der Rolle des Sohnes). Der Künstler will sein Bild kontrollieren, während er an einem Werk aus Erde bastelt, das ihn unter sich begraben könnte. Manches erinnert an Tarkowski: eine lange Kamerafahrt, die Natur, der Regen, ein brennendes Haus. Das eigentliche Interesse liegt aber auf der Zersetzung männlichen Größenwahns: Jede neue Einstellung ist wie ein Schlag, der den Maler zurück in den Boden rammt, den dieser aus den Fugen heben will. (Philipp Stadelmaier)
Mit freundlicher Bereitstellung der Den Danske Filmskole
Buch: Hlynur Pálmason
Darsteller:innen: Ingvar Eggert Sigurðsson, Elliott Crosset Hove, Ida Cæcilie Rasmussen
Kamera: Maria von Hausswolff
Schnitt: Julius Krebs Damsbo
Musik: Lars Halvorsen
Sounddesign: Lars Halvorsen
Szenenbild: Josephine Farsø
Kostüm: Nina Grønlund
Produzent:innen: Julie Walthersdorph
Weltvertrieb: Den Danske Filmskole




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