
Der Angriff des Alfred Edel auf sich selbst
Innovatives Kino kurz, AT/DE 2025, DCP, 15 min, OmeUSammelprogramm: Innovatives Kino Programm 1
Ein neuer Found-Footage-Film von Jan Soldat, der sich seit Jahren dem Leben und Sterben von Schauspielern widmet. Diesmal geht es um den 1993 verstorbenen Alfred Edel, der das deutschsprachige Kino viele Jahre mit Humor und Wahnsinn bereicherte. Ein nachträglicher Abschiedsbrief in Schwarzweiß.
Ein Film, der nicht nur erinnert, sondern wiederholt, kommentiert, verdichtet und arrangiert. Denn wer die Stimme des Schauspielers Alfred Edel (1932–1993) einmal vernommen hat, vergisst sie nie: hoch, markant, immer ein wenig unangemessen laut, getrieben von rollenden Rs, einer mitreißenden Spielfreude. Edels Spezialität: ein feines Ausloten von Wut, Hysterie und Besessenheit. Mit seiner Leinwandpersönlichkeit, als Clown, Wichtigtuer und Hochstapler zelebrierte der Schauspieler den Schabernack, veräppelte er das Überkorrekte, Bürokratische und Militärische, das Deutsche und das Männliche. Jan Soldat montiert fiktionale Filmszenen zu einer Pseudobiografie, begleitet Edel bis ans Lebensende, ins Grab und darüber hinaus. Und folgt dabei auch einer Idee in der Tradition Jean-Luc Godards: Jeder Film ist immer auch eine Dokumentation über seine Schauspieler:innen. (Dennis Vetter)
Buch: Jan Soldat
Darsteller:innen: Alfred Edel
Schnitt: Jan Soldat
Weitere Credits: Tonmischung: Lorenz Fischer
Produzent:innen: Jan Soldat
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Gefördert von: BMWKMS – Kunst und Kultur
Uraufführung: Viennale 2025
Österreichische Erstaufführung: Viennale 2025
Produktionsformat: digital




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