
Nursery Rhymes. (Holy) Water
Innovatives Kino kurz, AT/IT 2025, DCP, 4 min, eOFSammelprogramm: Innovatives Kino Programm 5
Eine leere Bühne, eine blaue Wand, ein improvisiertes Fotostudio. Drei Schwarze Mädchen in weißen Kleidern spielen Klatschspiele und rezitieren wie Beschwörungsformeln klingende Reime. Ein kurzer Diskurs über die lange Geschichte des europäischen Kolonialismus.
Ein leerer Raum, in der Mitte eine blaue Wand, davor ein schwarzer Stuhl. Man hört das Surren eines Projektors. Die Künstlerin Belinda Kazeem-Kamiński tritt auf, in der Hand hält sie einen Belichtungsmesser – soll in diesem improvisierten Fotostudio ein Bild entstehen? Ein historisches Datum wird eingeblendet: „Bruneck, 29. Juli 1855“. An diesem Tag wurden drei sudanesische Mädchen, nachdem ein Priester sie in Kairo gekauft und nach Bruneck gebracht hatte, katholisch getauft. Doch die drei Mädchen in den weißen Kleidern, die Kazeem-Kamiński mittels Überblendung zu Frauen werden lässt, posieren nicht für die Kamera, sondern spielen Klatschspiele und rezitieren wie Beschwörungsformeln klingende Reime. Ein kurzer filmischer Diskurs über die lange Geschichte des europäischen Kolonialismus. (Michael Pekler)
Buch: Text und Dramaturgie: Belinda Kazeem-Kamiński
Darsteller:innen: Joy Alphonsus, Chioma Okoh, Henrie Dennis, Obinne Wiebach-Dennis, Joyce Lang, Smarula Lang
Kamera: Lydia Nsiah
Schnitt: Belinda Kazeem-Kamiński, Lydia Nsiah
Originalton: Bassano Bonelli Bassano
Weitere Credits: Tonkomposition und Tonmischung: Bassano Bonelli Bassano; Tonassistenz: Elisabeth Mtasa; Licht: Nick Prokesch; Set Design: Belinda Kazeem-Kamiński; Title Design: Guilherme Maggessi; Farben: Lydia Nsiah
Produzent:innen: Belinda Kazeem-Kamiński, Liesa Kovacs
Weltvertrieb: sixpackfilm
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Gefördert von: Kunstmeran / Merano Arte None
Uraufführung: Berlinale Forum Expanded 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: analog - 16mm



