
Closed for the Virus Break
Spielfilm kurz, AT 2025, DCP, 23 min, OmdUSammelprogramm: Kurzspielfilm Programm 2
„You are insanely alive“. Der Refrain des Songs der Pet Shop Boys wird zum Credo eines Pandemiefilms, in dem ein Mann in Isolation versucht, nicht verrückt zu werden – vor Begehren, aus Langeweile. Vom Balkon aus beobachtet er den wahnsinnigen Normalzustand.
Franz Quitt erzählt mit Ruhe und in bedachten Bildern von Liebe, Viren und der Sehnsucht nach Gemeinschaft aus queerer Perspektive. Er setzt die Coronapandemie in Beziehung zur AIDS-Epidemie und beobachtet die Wohnwelt seines Protagonisten João (Luan de Lima) ebenso akribisch wie dessen Gesichtszüge und Bewegungen. Analoge Filmaufnahmen zeigen João als Mann, der zu Hause bleibt, auf Dates verzichtet und in Videocalls mit seinem Partner keine Zuflucht findet. Nach und nach verliert João die Lust – auf seinen Partner, auf sich, aufs Leben. Mal driftet er in seine Fantasie ab, mal verzweifelt er an den steif vorgetragenen Fernsehansprachen von Sebastian Kurz. Der Film lebt ganz von Luan de Limas Spiel, das mit nur wenigen Worten und Gesten eine ebenso lakonische wie zärtliche, getriebene wie empfindsame Figur entwirft. (Dennis Vetter)
Buch: Bruno Kratochvil
Darsteller:innen: Luan de Lima, Thomas Höfner, Tommy Fischnaller-Wachtler, Gisela Salcher
Kamera: Laura Ettel
Schnitt: Franz Quitt, Martin Weiss
Originalton: David Graudenz, Daniel Holzberg, Christopher Büttner, Manuel Cyrill, Fabian Rausch, Lucas Schönwiese, Nikolai Liskutin
Musik: Manuel Cyrill (A_Phan)
Sounddesign: Franz Quitt, Martin Weiss
Szenenbild: Uta Wiegele, Julia Christoph
Kostüm: Emily Gruicin
Produzent:innen: Franz Quitt, Co-Produzenten: Raphael Menne, Paul F. Beck
Gefördert von: Land Niederösterreich Kultur
BMWKMS – Kunst und Kultur
Stadt Wien MA 7
MDW – Gender/Diversity/Queer
Uraufführung: Filmfestival Max Ophüls Preis 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: analog - 16mm






