Diagonale
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Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

Cinema Next Breakfast Club
So 22. März, 11–13 Uhr
Freier Eintritt

Diagonale-Bar im Volksgarten Pavillon – hosted by Eule Bar

Eine Veranstaltung der Diagonale gemeinsam mit Cinema Next – Junger Film aus Österreich

 

| Cinema Next | Breakfast Club ’26 |

Der Cinema Next Breakfast Club ist ein offenes Input- und Diskussionsformat für Nachwuchsfilmschaffende und alle, die sich mit filmischem Erzählen beschäftigen. In entspannter Frühstücksatmosphäre verbinden wir kurze Praxis-Inputs mit Austausch auf Augenhöhe über Fragen, die viele in ihrer Arbeit gerade beschäftigen.

Bei der Diagonale 2026 steht das Thema Brotlos(e) Leiden(schaft) im Zentrum.
Diskussion und Inputs zu Nebeneinkünften, dem Zuverdienstverbot zum Arbeitslosengeld und mutmachenden, kollektiven Gegenmodellen in der oft einzelkämpferischen Filmbranche.

Brotlos(e) Leiden(schaft)?

Ab dem 1.1.2026 hat der Nationalrat  das weitgehende Zuverdienstverbot zum Arbeitslosengeld bestätigt und damit Soziale Verschlechterung besiegelt. Eindringliche Warnungen aus der Branche wurden überhört. Die Chance, das Gesetz vor Inkrafttreten zu reparieren, haben die Abgeordneten vergeben. Das Verbot zwingt Arbeitslose mit niedrigem Arbeitslosengeld in die Mindestsicherung bzw. Sozialhilfe auf Länderebene. Damit wird den Arbeitslosen die Möglichkeit genommen, selbst durch geringfügige Tätigkeiten das zur Sicherung des Lebensunterhalts notwendige Zusatzeinkommen zu erwirtschaften und am Arbeitsmarkt sichtbar zu bleiben.

Die Kunst- und Kulturbranche, wo kurze Anstellungen, projektbasierte Tätigkeiten und parallele Einkommen strukturell bedingt sind, ist besonders betroffen, da hybride oder unregelmäßige Beschäftigungsformen der Normalfall sind.

Auf den Offenen Briefen des Kulturrats Österreich und den Interessenvertretungen in Kunst und Kultur hat Kulturminister Andreas Babler seine grundsätzliche Unterstützung für das Aus zum Zuverdienst betont: „Die Novelle {…} verfolgt das richtige Ziel, Menschen in stabile Beschäftigung zu bringen.“ Gleichzeitig erkennt Kulturminister Babler jedoch selbst, dass „typische Erwerbsbiografien für Kunst- und Kulturschaffende nicht gelten“. Man arbeite nun im Kulturressort gemeinsam mit dem Sozialministerium an „tragfähigen Regelungen“. Die Reaktion auf diese Änderung betrifft durchaus die ganze Branche – Gleichzeitig ist es auch eine persönlich-emotionale Reaktion, die von Karriereplanung, dem lang ersehnten Urlaub bis hin zur Familienplanung geht. Wie erklärt man sich der Familie, der Partnerperson, die vielleicht nicht in Kultur und Film tätig ist und wie äußert sich diese Belastung im Körper, Kopf und in der Arbeit. 

Wie reagieren die einzelnen Filmberufe darauf, wo einigt man sich und welche kreativen Lösungsansätze können wir im gemeinsamen Austausch finden? Welche Nebenberufe haben Branchenvertreter:innen jahrelang über Wasser gehalten, während auf die förderbedingte Antwort für eine Zusammenarbeit gewartet wurde? Wo können wir einander auch inspirieren statt Ellbogen auszufahren und den Brotjob zu verschweigen? Dafür wollen wir im Rahmen des CINEMA NEXT Breakfast Clubs auf der Diagonale einen Raum zur Diskussion, zum Raus-Schreien aber auch zum gemeinsamen Ermutigen schaffen. Von Filmliebhaber:innen am Brancheneinstieg, Vertreter:innen aus der Kulturpolitik bis zu gefestigten Filmschaffenden – wir wollen uns solidarisieren Eingangs möchten wir mit Inputs von verschiedenen Stimmen den Tag beginnen, bevor wir den Gesprächsraum für alle Anwesenden öffnen werden. 

Der Breakfast Club soll nicht nur inspirieren, sondern auch verbindend sein: ein Ort, an dem man Kontakte knüpfen kann und sich austauschen kann. Ein Format, das Neugier belohnt, Unsicherheiten mitdenkt und zeigt, dass viele Fragen in der Branche nicht allein gelöst werden müssen.

Eintritt frei – keine Anmeldung notwendig – first come first serve

 

Cinema Next ist eine 2011 von Katja Jäger und Dominik Tschütscher gegründete Initiative, die jungen Film aus Österreich u. a. in Screenings, Diskussionsformaten und Porträts fokussiert. Der Breakfast Club wurde zum ersten Mal 2016 veranstaltet und wird seit 2025 von der neuen Projektleitung Elli Leeb und Zoe Borzi gestaltet.

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