Diagonale
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Diagonale
Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

Gesamtdotierung
€ 20.000 — gestiftet und vergeben von der VAM – Verwertungsgesellschaft für Audiovisuelle Medien


Das Preisgeld wird an jene:n Produzent:innen oder Produktionsfirmen vergeben, der:die 2025 auf dem Gebiet der Produktion besonders Hervorragendes geleistet hat/haben.

| Diagonale-Preis der VAM |
| für außergewöhnliche Produktionsleistungen |

Gebhardt Productions GmbH
Produzent:innen Florian Gebhardt & Dani Purer für Aufputzt is’

Statement des Aufsichtsausschusses der VAM:
2019 entstand eine Idee, 2025 schlägt ein Film ein wie der große Weihnachtskomet – Aufputzt is’. Eine österreichische Produktionsfirma schreibt die Erfolgsgeschichte des Weihnachtsfilms neu. 28 Jahre nach der ORF-Produktion Single Bells gibt es endlich wieder die zeitgenössische Komödie für die gar nie so stille Zeit. Florian Gebhardt und Dani Purer haben sich zum Ziel gesetzt, ein emotionales, empathisches und unterhaltsames Family-Entertainment für ein breites Publikum zu produzieren. Gery Seidls seit 14 Jahren ausverkauftes Solo war die Initialzündung, eine Geschichte in Spielfilmlänge zu kreieren. Man nehme einen Hauptdarsteller, der noch nie eine Hauptrolle im Film gespielt hat, Nebendarsteller:innen, die üblicherweise nur Hauptrollen spielen, ein hervorragendes Drehbuch und die Regisseurin Claudia Jüptner-Jonstorff, die das Genre Komödie meisterlich beherrscht. Klingt einfach, dahinter steht aber eine herausragende produzentische Leistung, Kreativität, Durchhaltevermögen und das richtige „Gschpür“ für einen Kassenschlager. 441.823 Besucher:innen haben den Film bis jetzt gesehen. Es werden viele Weihnachten folgen, die nicht stattfinden können, ohne Aufputzt is’ gesehen zu haben.

sowie

April April Filme GmbH
Produzent Deniz Raunig für Noch lange keine Lipizzaner

Statement des Aufsichtsausschusses der VAM: Dass ein Film über das Verfahren zur Erlangung der österreichischen Staatsbürgerschaft eine lange Auswertungszeit erfährt und 41.000 Kinobesucher:innen erreicht, ist eine bemerkenswerte Leistung, nicht nur der Regisseurin, sondern auch der Produktionsfirma. Sie hat sich risikofreudig auf das Experiment eingelassen, einen abendfüllenden Kinofilm zu produzieren, der dokumentarisch gedrehtes Material mit inszenierten Szenen und essayistischen Elementen verbindet. Der außergewöhnliche Erfolg des Films Noch lange keine Lipizzaner von Olga Kosanović ist auch das Ergebnis kluger Auswertungsstrategie, beharrlicher Publikumsarbeit und eines feinen Gespürs für gesellschaftliche Relevanz. Der Regisseurin Olga Kosanović ist eine präzise beobachtete, vielschichtige und zugleich zutiefst persönliche – und obendrein auch ironisch-humorvolle – Auseinandersetzung mit Fragen von Zugehörigkeit, Identität und Abgrenzung gelungen. Der Produzent Deniz Raunig vertraute der jungen Regisseurin und bewies, dass mit viel Engagement und Verhandlungsgeschick bei der Finanzierung, möglich ist, auch unkonventionelle Filme erfolgreich ins Kino zu bringen. Das gelingt nur mit einer klaren Positionierung jenseits vermeintlicher Marktsicherheiten. Dass der Film medial stark aufgegriffen wurde und politische wie künstlerische Debatten auslöste, zeigt, wie sehr hier ein Nerv getroffen wurde.

 

 

 

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