
WAX & GOLD
Dokumentarfilm, AT/IT 2026, DCP, 97 min, 20.3. OmeU, 21.3. OmdU
In ihrem neuesten Dokumentarfilm nimmt Ruth Beckermann ein vom äthiopischen Regenten Haile Selassie erbautes Hotel in Addis Abeba als Ausgangspunkt für Erkundungen des afrikanischen Landes.
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fragt in Gesprächen danach, was von der Ära des widersprüchlichen Kaisers geblieben ist, und verwebt diese Spurensuche mit Archivmaterial aus seiner Zeit sowie mit der Geschichte kolonialer Eingriffe. Eine persönliche Reflexion über die widersprüchlichen Ebenen historischer Wahrheit.
Inspiriert von Ryszard Kapuścińskis Buch
König der Könige
über den äthiopischen Kaiser Haile Selassie und dessen 44-jährige Regentschaft reist Ruth Beckermann in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba. Hier, im einst von Selassie errichteten Hilton Hotel, beginnt eine filmische Erkundung, die historische und persönliche Ebenen miteinander verwebt: Beckermanns fasziniertes Interesse für den traurig blickenden Kaiser, die Einflüsse des italienischen Faschismus sowie die Vergangenheit und die Zukunft eines Landes, in dem alles anders ist.
„Die ersten Minuten in einer unbekannten Stadt – das sind besondere Minuten. In diesen Minuten bringt der Mensch eine neue Welt hervor“, ist Beckermann einmal im Off-Kommentar zu hören.
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folgt dieser Hervorbringung, zeichnet sie nach und stellt sie gleichzeitig infrage. Gespräche mit Hotelgästen und -mitarbeiter:innen sowie Modenschauen und Konferenzen werden zum Anlass für Reflexion, zu Fäden einer äußeren wie inneren Spur. Das opulente Hilton, das einen symbolhaften Blick auf ein gegensätzliches Addis Abeba erlaubt – auf der einen Seite ein gepflegter Garten mit Pool, auf der anderen Staub und Wellblechhütten –, gerät zum Scharnier, zum zugleich wirklichen und unwirklichen Ort. „Diese Stadt, die plötzlich aus dem Nichts entsteht, ist eine besondere Stadt. Nicht die der Wirklichkeit. Es ist die Stadt eines ganz bestimmten Menschen.“ In
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geht sie schließlich in Musik und nächtlicher Beleuchtung auf, die von einer versprochenen Zukunft künden. (Carolin Weidner)
Buch: Ruth Beckermann
Kamera: Johannes Hammel
Schnitt: Dieter Pichler
Originalton: Andreas Hamza
Musik: Marino Formenti, Samuel Yirga
Sounddesign: Andreas Hamza
Weitere Credits: Regieassistenz: Jana Waldhör; Künstlerische Mitarbeit: Elisabeth Menasse, Rebecca Hirneise; Dramaturgie: Claus Philipp, Bernadette Weigel; Schnittassistenz: Hannes Starz
Produzent:innen: Ruth Beckermann, Carlo S. Hintermann, Gerardo Panichi
Produktion: Ruth Beckermann Filmproduktion
Koproduktion: Citrullo International (IT)
Verleih in Österreich: Filmladen
Gefördert von: ÖFI – Österreichisches Filminstitut
ORF Film/Fernseh-Abkommen
Uraufführung: Berlinale Special Presentation 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital











