
Welcome Home Baby
Spielfilm, AT/DE 2025, DCP, 115 min, OmeU
Judith (Julia Franz Richter) hat geerbt: ein altmodisches, weitläufiges Haus in einem von idyllischer Berglandschaft umgebenen Provinznest. Vor Jahren ist die junge Frau aus diesem Ort in die Großstadt gezogen. Ihre Rückkehr in die alte Heimat und in das Haus ihrer Kindheit ist nur temporär, glaubt sie. Die zahlreichen älteren Frauen, denen sie im Dorf über den Weg läuft, sind jedoch anderer Meinung: Judith, das steht für sie fest, ist eine von ihnen. Ob sie will oder nicht.
„Endlich bist du wieder da!“ Diesen Satz hört Judith (Julia Franz Richter) immer wieder, als sie in das österreichische Provinzdorf zurückkehrt, in dem sie aufgewachsen ist. Doch sie kann sich nicht so recht heimisch fühlen. Weder in dem Dorf noch in dem ausladenden Haus, das sie geerbt hat und das von schummrigem Licht und mysteriösen Flüsterstimmen durchflutet ist.
Warum sucht Judith also nicht sofort das Weite? Diese Frage stellt sich nicht nur ihr hübscher, wenn auch vielleicht ein bisschen langweiliger Ehemann, den sie aus dem fernen Berlin mitgebracht hat, wo sie schon seit Jahren lebt. Auch wir rätseln: Was hält die junge, moderne Frau in der klaustrophobischen Enge der düsteren Alpenwelt? Es hat etwas mit einer klebrigen, drückenden Form von Weiblichkeit zu tun, die das Dorf fest im Griff hat, wie sich bald herausstellt. Eine Weiblichkeit, die freundlich lächelnd daherkommt, aber von Anfang an ein bisschen zu neugierig ist und sich bald nicht mehr nur latent übergriffig verhält.
Andreas Prochaska, schon lange einer der profiliertesten Genrefilmer Österreichs, lässt sich für seinen ersten Horrorkinofilm seit 17 Jahren nur von den Besten inspirieren: Abgebrüht wie John Carpenter und albtraumwandlerisch wie Dario Argento entwirft er einen Höllenritt, dessen Grundstruktur an Roman Polanskis Klassiker
Rosemary’s Baby
angelehnt ist. Die Art und Weise, wie
Welcome Home Baby
die Formensprache des postklassischen Genrekinos mit Impressionen des österreichischen Landlebens verbindet, ist jedoch durch und durch Prochaska. (Lukas Foerster)
Content Notes:
Welcome Home Baby zeigt Bilder von Verletzungen und Blut
Buch: Constantin Lieb, Daniela Baumgärtl, Andreas Prochaska
Darsteller:innen: Julia Franz Richter, Reinout Scholten van Aschat, Gerti Drassl, Maria Hofstätter, Gerhard Liebmann, Linde Prelog, Inge Maux, Erika Mottl
Kamera: Carmen Treichl
Schnitt: Karin Hartusch
Originalton: Wolfgang Wanderer
Musik: Karwan Marouf
Sounddesign: Nina Slatosch, Johannes Konecny
Szenenbild: Claus Rudolf Amler
Kostüm: Christine Ludwig
Weitere Credits: Producer und Herstellungsleitung: Clemens Wollein; Maskenbild: Helene Lang; Casting: Nicole Schmied, Suse Marquardt; Tonmischung: Marvin Keil; Executive Producer: Andreas Prochaska; Produktionsleitung: Viktoria Zellner
Produzent:innen: Tommy Pridnig, Ulf Israel, Reik Möller
Produktion: Lotus Filmproduktion
Koproduktion: Senator Film Produktion (DE)
Weltvertrieb: Global Screen
Verleih in Österreich: Filmladen
Gefördert von: ÖFI – Österreichisches Filminstitut
ÖFI+
FFW – Filmfonds Wien
Land Niederösterreich Kultur
FFA – Filmförderungsanstalt des Bundes
ORF (Film/Fernseh-Abkommen)
Uraufführung: Berlinale Panorama 2025
Österreichische Erstaufführung: SLASH Filmfestival 2025
Kinostart: 03.10.2025
Produktionsformat: digital











