
Meeting Götz
Dokumentarfilm, AT/DE 2026, DCP, 77 min, OmeU
Darf man mit einem zentralen Ideologen der Neuen Rechten ins Gespräch kommen? Filmemacher Gregor Centner findet, man darf – und lässt sich auf ein polarisierendes Projekt ein: Sechs Jahre lang tauscht er sich mit dem rechtsextremen Autor, Verleger und politischen Aktivisten Götz Kubitschek aus, trifft ihn und filmt diesen Prozess. Meeting Götz ist eine persönliche Doku und Gratwanderung Centners, bei der man dem Protagonisten ziemlich nahekommt, der sich harmlos gibt, in dessen Kopf aber die rechte Gedankenfabrik brodelt.
Darf man mit einem AfD-Mastermind und bekennenden Rechten ins Gespräch kommen? Ihm gar eine Bühne für seine Gedanken bieten? Filmemacher Gregor Centner findet, man darf – und lässt sich auf ein polarisierendes Projekt ein: Sechs Jahre lang tauscht er sich mit Götz Kubitschek, dem Autor, Verleger und politischen Aktivisten der Neuen Rechten, aus, trifft ihn schlussendlich auch und filmt diesen Prozess. Kubitschek ist Gründer des Verlags Antaios, den das Bundesamt für Verfassungsschutz seit 2024 als „gesichert rechtsextrem“ einstuft und in dem u. a. das Remigrationsbuch des österreichischen Identitären Martin Sellner veröffentlicht wurde.
Centner selbst bezeichnet sich als linksliberal, kennt Kubitschek aber aus der gemeinsamen Schulzeit und Nachbarschaft. Ihn interessiert, wie der Rechtsextremist denkt und warum sich dessen Einstellungen konträr zu seinen eigenen entwickelt haben. Nach einiger Überzeugungsarbeit willigt Kubitschek in das Filmprojekt ein und beantwortet zunächst Fragen, die Centner ihm auf analoge Diktierbänder spricht, die einige Jahre zwischen den beiden hin und her wandern.
Meeting Götz
zeigt den langsamen Entstehungsprozess der sehr persönlichen Doku, in deren logischer Folge irgendwann ein Treffen der beiden steht. Auf die Begegnung in der alten Heimat folgt ein Besuch in Schnellroda in Sachsen-Anhalt, Kubitscheks neuer Heimat, bei dem die gemeinsame Vergangenheit genauso thematisiert wird wie Kubitscheks gegenwärtige ideologische Positionen. Centners Film ist eine Gratwanderung, bei der man seinem Protagonisten nahekommt, der sich harmlos und zahm gibt, in dessen Kopf aber die rechte Gedankenfabrik brodelt. (Anna Steinbauer)
Buch: Gregor Centner
Darsteller:innen: Mit: Götz Kubitschek
Kamera: Gregor Centner
Schnitt: Birgit Bergmann
Originalton: Gregor Centner
Sounddesign: Sergey Martynyuk
Weitere Credits: Creative and Production Support: Oliver Werani; Mischung: Nils Kirchhoff
Produzent:innen: Gregor Centner
Produktion: Gregor Centner Filmproduktion
Gefördert von: BMWKMS – innovative film
Stadt Wien MA 7
Uraufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital








