
Rose
Spielfilm, AT/DE 2026, DCP, 93 min, 18.3. EÖ OmeU, 18.3. OmeU + AD, 20.3. OmeU + AD
Während des Dreißigjährigen Kriegs erscheint ein Soldat in einem protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines verwaisten Gutshofs zu sein. Hinter dem geheimnisvollen Fremden verbirgt sich Rose, die sich als Mann ausgibt. Im Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung schreibt sie, dem Argwohn der Gemeinde zum Trotz, weiter an ihrer eigenen Geschichte und lässt Worte Wirklichkeit werden. Basierend auf historischen Berichten stellt das fiktive Frauenporträt essenzielle Fragen nach dem Wesen von Freiheit und Identität.
Die Dokumente sind rechtens, der Mund, von einer Kugel durchschossen, sitzt schief. „Hat alles ’ne neue Form jetzt“ – so der geheimnisvolle Soldat. Die Schlachtfelder des Dreißigjährigen Kriegs hinter sich habend erscheint er in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf, um seinen Anspruch auf einen verwaisten Gutshof geltend zu machen. Mit Mut und Tatkraft zerstreut er den Argwohn der Gemeinde, allein die allwissende Off-Erzählerin weiß um
ihre
wahre Identität. Rose, eine Frau, lebt und strebt als Mann. Und durchläuft dabei zahlreiche Rollenwechsel: Sonderling, Bärentöter, Gutsherr, Ehemann, Vater. Bis der Stich einer Biene einen Schmetterlingseffekt auslöst.
„Es geschah also …“ Basierend auf historischen Berichten über Frauen (oder transidente Personen), die sich u. a. für den Zugang zu Arbeit, Verdienstquellen und das Ausleben lesbischen Begehrens als Mann ausgaben, entwirft Markus Schleinzer die Geschichte einer „Weibsperson“, die die Grenzen ihres Geschlechts überwindet und für sich eine eigene Biografie erfindet. Sandra Hüller erspielt sich Rose ganz aus dem Körper und dem Kleidungsstück, das diesen Körper formt und seine Lesart mitbestimmt: „In der Hose war mehr Freiheit, und es ist ja nur ein Stück Stoff. Da bin ich in die Hose.“ Reduzierte Schwarzweißbilder, Gesichter, Blicke, Haltungen, der Gang und ein paar wenige markante Objekte sind die Elemente dieses zwischen Fiktion und historischer Genauigkeit changierenden Frauenporträts. Im Spannungsverhältnis von Wort, Körper und Wirklichkeit stellt
Rose
essenzielle Fragen nach dem Wesen von Freiheit und Identität. (Esther Buss)
Content Notes:
Rose thematisiert sexualisierte Gewalt und zeigt Vergewaltigung
Buch: Markus Schleinzer, Alexander Brom
Darsteller:innen: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken, Robert Gwisdek
Kamera: Gerald Kerkletz
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Originalton: Uve Haußig, Nora Czamler
Musik: Tara Nome Doyle
Sounddesign: Manuel Grandpierre
Szenenbild: Olivier Meidinger
Kostüm: Doris Bartelt
Weitere Credits: Maskenbild: Anette Keiser, Casting: Katrin Vorderwülbecke
Produzent:innen: Johannes Schubert, Philipp Worm, Tobias Walker, Karsten Stöter
Produktion: Schubert
Koproduktion: ROW Pictures (DE), Walker+Worm Film (DE)
Weltvertrieb: The Match Factory
Verleih in Österreich: Filmladen
Gefördert von: ORF Film/Fernseh-Abkommen
ZDF
ARTE
ÖFI – Österreichisches Filminstitut
Mitteldeutsche Medienförderung
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
FFW – Filmfonds Wien
Film- und Medienstiftung NRW
EURIMAGES
FFA – Filmförderungsanstalt des Bundes
MOIN Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein
Medienboard Berlin-Brandenburg
Filmfernsehfonds Bayern
Land Niederösterreich Kultur
Deutscher Filmförderfonds
ÖFI+
Uraufführung: Berlinale Wettbewerb 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Kinostart: 17.04.2026
Produktionsformat: digital


