Diagonale
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Diagonale
Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

FilmprogrammRegisseur:innen | Spielplan

 

Mittwoch, 18.03.
21:00 Uhr, Annenhof Kino 6
Freitag, 20.03.
16:30 Uhr, KIZ Royal 1

Rose

Spielfilm, AT/DE 2026, DCP, 93 min, 18.3. EÖ OmeU, 18.3. OmeU + AD, 20.3. OmeU + AD

Während des Dreißigjährigen Kriegs erscheint ein Soldat in einem protestantischen Dorf und behauptet, der Erbe eines verwaisten Gutshofs zu sein. Hinter dem geheimnisvollen Fremden verbirgt sich Rose, die sich als Mann ausgibt. Im Streben nach gesellschaftlicher Anerkennung schreibt sie, dem Argwohn der Gemeinde zum Trotz, weiter an ihrer eigenen Geschichte und lässt Worte Wirklichkeit werden. Basierend auf historischen Berichten stellt das fiktive Frauenporträt essenzielle Fragen nach dem Wesen von Freiheit und Identität.

Die Dokumente sind rechtens, der Mund, von einer Kugel durchschossen, sitzt schief. „Hat alles ’ne neue Form jetzt“ – so der geheimnisvolle Soldat. Die Schlachtfelder des Dreißigjährigen Kriegs hinter sich habend erscheint er in einem abgeschiedenen protestantischen Dorf, um seinen Anspruch auf einen verwaisten Gutshof geltend zu machen. Mit Mut und Tatkraft zerstreut er den Argwohn der Gemeinde, allein die allwissende Off-Erzählerin weiß um ihre wahre Identität. Rose, eine Frau, lebt und strebt als Mann. Und durchläuft dabei zahlreiche Rollenwechsel: Sonderling, Bärentöter, Gutsherr, Ehemann, Vater. Bis der Stich einer Biene einen Schmetterlingseffekt auslöst.

„Es geschah also …“ Basierend auf historischen Berichten über Frauen (oder transidente Personen), die sich u. a. für den Zugang zu Arbeit, Verdienstquellen und das Ausleben lesbischen Begehrens als Mann ausgaben, entwirft Markus Schleinzer die Geschichte einer „Weibsperson“, die die Grenzen ihres Geschlechts überwindet und für sich eine eigene Biografie erfindet. Sandra Hüller erspielt sich Rose ganz aus dem Körper und dem Kleidungsstück, das diesen Körper formt und seine Lesart mitbestimmt: „In der Hose war mehr Freiheit, und es ist ja nur ein Stück Stoff. Da bin ich in die Hose.“ Reduzierte Schwarzweißbilder, Gesichter, Blicke, Haltungen, der Gang und ein paar wenige markante Objekte sind die Elemente dieses zwischen Fiktion und historischer Genauigkeit changierenden Frauenporträts. Im Spannungsverhältnis von Wort, Körper und Wirklichkeit stellt Rose essenzielle Fragen nach dem Wesen von Freiheit und Identität. (Esther Buss)



Content Notes: Rose thematisiert sexualisierte Gewalt und zeigt Vergewaltigung  

Regie: Markus Schleinzer
Buch: Markus Schleinzer, Alexander Brom
Darsteller:innen: Sandra Hüller, Caro Braun, Marisa Growaldt, Godehard Giese, Augustino Renken, Robert Gwisdek
Kamera: Gerald Kerkletz
Schnitt: Hansjörg Weißbrich
Originalton: Uve Haußig, Nora Czamler
Musik: Tara Nome Doyle
Sounddesign: Manuel Grandpierre
Szenenbild: Olivier Meidinger
Kostüm: Doris Bartelt
Weitere Credits: Maskenbild: Anette Keiser
Produzent:innen: Johannes Schubert, Philipp Worm, Tobias Walker, Karsten Stöter
Produktion: Schubert Füm
Koproduktion: ROW Pictures (DE), Walker+Worm Film (DE)
Weltvertrieb: The Match Factory
Verleih in Österreich: Filmladen
Gefördert von: ÖFI – Österreichisches Filminstitut
Land Niederösterreich Kultur
FFW – Filmfonds Wien
ORF Film/Fernseh-Abkommen
Uraufführung: Berlinale Wettbewerb 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Kinostart: 17.04.2026
Produktionsformat: digital

 

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