Diagonale
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Diagonale
Festival des österreichischen Films
18. – 23. März 2026, Graz

FilmprogrammRegisseur:innen | Spielplan

 

Donnerstag, 19.03.
21:00 Uhr, Annenhof Kino 6
Freitag, 20.03.
14:00 Uhr, KIZ Royal 1

Portrait of Nowness

Innovatives Kino, AT 2025, DCP, 88 min, OmeU

Was eint uns alle, egal unter welchen Umständen und in welchem Teil der Welt wir leben? Ist das bloße Menschsein der kleinste gemeinsame Nenner? Juri Rechinsky und Mario Hainzl gehen in ihrem experimentellen Dokumentarfilm dieser Frage nach, indem sie Frauen und Männer unterschiedlichen Alters mit einer Bodycam ausrüsten – in Österreich, im Senegal, in den USA, in Japan und an der ukrainischen Front. Eine intime POV-Reise durch viele Leben und Realitäten, die verdeutlicht, wie nah wir uns eigentlich sind.

Eine schwangere Mutter in Graz, ein junger Mönch in einem Kloster in Ladakh, ein Barmann in Osaka, ein Schulmädchen und ein Fischer im Senegal, eine Großmutter in Kyjiw und ein ukrainischer Soldat an der Front. Dazu noch andere Frauen, Kinder und Männer in aller Welt. Auf den ersten Blick scheinen die Menschen, die Juri Rechinsky und Mario Hainzl für ihren experimentellen Dokumentarfilm gebeten haben, mit einer Bodycam ihren Alltag zu bestreiten, nichts miteinander zu tun zu haben. Zu unterschiedlich scheinen ihre Bedürfnisse, Wünsche und Ängste zu sein. Die eine muss rechtzeitig ein Kind in die Tagesbetreuung bringen, dem anderen sollen genügend Fische ins Netz gehen, der Dritte muss in einem Waldstück den Angriff der russischen Artillerie überleben.

Portrait of Nowness ist, wie bereits der Titel verkündet, von einer packenden Gegenwärtigkeit geprägt, von der Unmittelbarkeit menschlichen Denkens und Handelns im Hier und Jetzt. Manchmal begleiten wir die Kameramenschen, deren Gesichter nur zu sehen sind, wenn sie etwa vor einem Spiegel stehen, bloß für wenige Sekunden, ehe ein raffiniert gesetzter Schnitt die unterschiedlichen Welten aneinanderschweißt. Essen und trinken, hier einkaufen und dort ausschenken, Gewalt und Trost. Durchkommen.

Jedes Lied habe eine eigene Melodie, erklärt zu Beginn die Mutter ihrem einschlafenden Kind. „Aber es gibt manchmal Lieder, die eine sehr, sehr ähnliche Melodie haben, aber einen anderen Text.“ Am Ende von Portrait of Nowness möchte man meinen, dass das auch für die Menschen stimmt. (Michael Pekler)



Content Notes: durch die Bodycambilder rotieren die Bilder sehr oft, was zu Schwindelgefühlen führen kann. Portrait of Nowness enthält außerdem Bilder vom Kriegsgeschehen und Verletzungen/Tod  

Regie: Juri Rechinsky, Mario Hainzl
Buch: Juri Rechinsky, Barbara Caspar
Kamera: Diverse Protagonist:innen mit Bodycam
Schnitt: Juri Rechinsky, Mario Hainzl
Originalton: Manuel Meichsner, Anton Baibakov
Musik: Anton Baibakov
Sounddesign: Manuel Meichsner
Weitere Credits: Color Grading: Gerfried Guggi; Titel- und Posterdesign: Katya Slonova
Produzent:innen: Juri Rechinsky, Barbara Caspar, Martin Mayer
Produktion: Good News of Great Joy
Koproduktion: fragile features, Neuzeit Film
Weltvertrieb: Filmdelights
Verleih in Österreich: Filmdelights
Gefördert von: BMWKMS — Kunst und Kultur
Stadt Wien MA 7
Stadt Graz
Land Kärnten Kultur
Film Commission Graz
Land Steiermark Kultur
Uraufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital

 

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