
Hungry
Innovatives Kino, AT 2026, DCP, 95 min, 22.3. OmdU + AD, 23.3. OmdU
In naher Zukunft erforscht ein mysteriöses Wesen die Erde, auf der es kein menschliches Leben mehr gibt. Stattdessen ausgetrocknete Böden, verlassene Städte und Wüsten. Mithilfe von Sprachaufzeichnungen aus der Vergangenheit entschlüsselt das Wesen jene Kette von Ereignissen, die zum Aussterben der Menschheit geführt haben. Während es die postapokalyptisch anmutende Welt durchmisst, weisen die warnenden Stimmen auf den drohenden Untergang hin. Kann rechtzeitiges und angemessenes Handeln die Katastrophe verhindern?
Die Erde, die das mysteriöse Wesen bei der Erkundung vorfindet, kennt keine Menschen mehr. Stattdessen ausgetrocknete Böden, verlassene Städte, Wüsten und letzte tote Säugetiere. In naher Zukunft ist das Wesen (Stimme: Paul Matić) auf unserem Planeten gelandet, um das Verschwinden der Menschheit zu untersuchen. Wie konnte es dazu kommen? Wie konnten es die Menschen so weit kommen lassen? Das Wesen ist intelligent, künstlich intelligent. Als Ausgangspunkt seiner Untersuchung dienen Sprachaufzeichnungen aus der Vergangenheit, also Fundstücke aus unserer Gegenwart. Es sind Gespräche, die Filmemacherin Susanne Brandstätter mit zahlreichen Wissenschaftler:innen geführt hat. Während das Wesen die postapokalyptisch anmutende Welt mit künstlichem Auge durchmisst, weisen die warnenden Stimmen auf den drohenden Untergang hin.
„Als Gesellschaft haben wir bisher wenig Weitsicht gezeigt. Aber die Frage ist nicht, ob wir es schaffen. Die Frage ist, schaffen wir es rechtzeitig?“ Der US-Wissenschaftler Jonathan Lynch ist Pflanzenphysiologe und beschäftigt sich mit der Anpassung von Nutzpflanzen, z. B. Mais mit tiefen Wurzeln. Die Ökologin Serita Frey beforscht die Auswirkungen industrieller Landwirtschaft und erklärt, welchen Schaden der großflächige Einsatz von Stickstoffdünger verursacht: Die Verlangsamung der Zersetzung organischer Substanz im Boden behindert in der Folge die Freisetzung von Nährstoffen, die Wälder und andere Ökosysteme benötigen.
„Die Umwelt und unsere Körper sind eigentlich dasselbe“, meint wiederum der Mikrobiologe Jack Gilbert. Menschen sind bloß „ein Fleischklumpen von vielen, die in den letzten 500.000 Jahren von den seit vier Milliarden Jahren existierenden Mikrobiomen besiedelt wurden.“ Kann also rechtzeitiges und angemessenes Handeln die Selbstauslöschung verhindern? Man kann nur hoffen. (Michael Pekler)
Buch: Susanne Brandstätter
Darsteller:innen: Paul Matić (Stimme), Jennifer Clapp, Kristin DeAngelis, Serita Frey, Jack Gilbert, Heribert Hirt, Irakli Loladze, Jonathan Lynch, Michelle Meagher, Pat Mooney, Marion Nestle, Jeff Ricketts, Zephyr Teachout, Lewis Ziska (Stimmen Interviewpartner:innen)
Kamera: Joerg Burger; Luftbild und Spezialkameras: Martin Putz, Lukas Lerperger
Schnitt: Lisa Zoe Geretschläger, Stephan Bechinger
Musik: Peter Kutin, Rojin Sharafi
Sounddesign: Peter Kutin, Rojin Sharafi
Weitere Credits: Editing Consultants: Anne Fabini, Yaël Bitton; Script Consultants: Eric Collins, Michael Palm
Produzent:innen: Susanne Brandstätter
Produktion: Susanne Brandstätter Filmproduktion
Weltvertrieb: Impronta Films (UK)
Verleih in Österreich: Filmgarten
Gefördert von: ÖFI und ÖFI+ – Österreichisches Filminstitut
FFW – Filmfonds Wien
Land Niederösterreich Kultur
ORF Film/Fernseh-Abkommen
Uraufführung: International Film Festival Rotterdam 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital





