
In einer mehrtägigen Performance versucht die Künstlerin Giulia Nomi, ihren Körper mit dem sie umgebenden Raum zu verschmelzen. Je näher sie dem Höhepunkt der Transformation kommt, desto feiner wird ihre Wahrnehmung für die Empfindungen des Gebäudes – bis zur vollkommenen Einswerdung.
Die Osmose bezeichnet einen natürlichen Vorgang, bei dem eine Flüssigkeit durch eine durchlässige Membran fließt. Aus dem Altgriechischen abgeleitet, bedeutet Osmose auch „Eindringen“. Wenn die Künstlerin Giulia Nomi zu Beginn dieses Films ihre Performance eröffnet, schiebt sie sich folgerichtig wie bei einer Endoskopie die Kamera durch den aufgerissenen Mund in den Körper. Sie möchte „Bestandteil der mich umgebenden Struktur werden“, so die in fließende beigefarbene Gewänder gekleidete Künstlerin. Die schwarz gekleidete Galeristin fasst die fragwürdige Kunstaktion für die Journalist:innen zusammen, während sich Nomi dem fleischlichen Innenleben des zunehmend einem Organismus gleichenden Gebäudes hingibt. Bald zählt die auf jeden Konsum verzichtende Performerin Wassertropfen und Ameisen, bis sich schließlich der Transformationsprozess mit aller Wucht vollzieht. Bizarr komisch. Es lebe die Kunst. In uns. (Michael Pekler)
Buch: Ganaël Dumreicher
Darsteller:innen: Jeanne Werner, Brigitte Urhausen, Naomi Kneip, Leonie Holtkamp
Kamera: Jaakko Taavila
Schnitt: Pia Dumont
Originalton: Tom Biren
Sounddesign: Paola Marcias Vargas
Szenenbild: Eunike Koscher
Kostüm: Lynn Kelders
Weitere Credits: Drone Operator: Imanuel Gfall; Gaffer: Laurent Rischette; Best Girl: Alaïs Folny; Key Grip: Kristina Leitner; Art Assistant: Felix Paul Mayerhofer; Maske: Babsi Plessl; Künstlerische Beratung: Bady Minck; Dramaturgie: Felix Holzeis; Dramaturgische Beratung: Sarah Hichri; Foleys: Flora Rajakowitsch, Victoria Grohs; Color Grading: Fatih Öger; VfX: Alejandra Murillo, Nils Sachse, Can Denzer
Produzent:innen: Ganaël Dumreicher
Weltvertrieb: Lemonade Films
Verleih in Österreich: Lemonade Films
Gefördert von: Filmfund Luxembourg
Uraufführung: Luxembourg City Film Festival 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital





