
Motherigine
Dokumentarfilm kurz, AT 2026, DCP, 30 min, OmeUSammelprogramm: Kurzdokumentarfilm Programm 3
Beginnend mit der Geburt der Tochter Lotti dokumentiert Sophie Bösker drei Jahre ihren Alltag und prüft ihn auf die Umsetzung von Halbe-halbe. Mit dabei sind der Partner Georg („Superdaddy“) und eine Kamera, die der Regisseurin als Ventil dient: für Bekenntnisse, Klagen, Wutausbrüche und einen Battle-Rap.
Als Slots bezeichnet Neomutter Sophie Bösker jene Zeiten, in denen sie arbeiten darf. Den Stundenplan hat sie mit ihrem Partner erstellt, er hat ihn mit Penissen bekritzelt. Halbe-halbe ist der Anspruch. Zuallererst richtet die Filmemacherin die Kamera auf sich selbst: auf eine Mutter, die seit sieben Monaten unter Daueranspannung steht. Dieser Film ist ihr Ventil, für Bekenntnisse, Klagen, Wut. Als unabhängige Statistin immer im Bild: Lotti, das Baby. In die dokumentarischen Szenen grätscht Battle-Rap, in dem Bösker breitbeinig und auch mal mit Plastik-Pumpgun die gängigen Verhältnisse durchlästert. Sie ist nicht die erste Frau, deren Feminismus von der Mutterschaft auf die harte Probe der Alltagstauglichkeit gestellt wird. Und ihr Partner Georg nicht der erste Mann, der als Vater gewinnt. Sein Selbstwert schwillt schließlich so weit an, dass er sich selbst als „Superdaddy“ lobt. Es ist noch ein weiter Weg. Aber er wird nicht fad. (Anna Katharina Laggner)
Buch: Sophie Bösker
Kamera: Sophie Bösker
Weitere Credits: Dramaturgie: Daniela-Katrin Strobl; Mischung und Musikproduktion: Lukas Kofler; Mastering: post.haus / Valentin Renoldner; Colorist: Susi Dollnig
Produzent:innen: Daniela-Katrin Strobl, Sophie Bösker
Produktion: Weibsbild Filmproduktion
Weltvertrieb: sixpackfilm
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Gefördert von: BMWKMS – innovative film
Uraufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital








