
When Fire Turns to Ash
Dokumentarfilm, AT/CAN 2025, DCP, 95 min, OmeU
Michaela Grills jüngster Essayfilm erzählt von der Geschichte der verschwundenen indigenen Bevölkerung Feuerlands. Mithilfe von Naturaufnahmen, historischen Fotos, Texten und Zeichnungen entsteht ein Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. In Interviewsequenzen kommen Nachfahr:innen der indigenen Völker zu Wort, während Forschungsberichte von der brutalen Missionierung berichten. Ein Dokument über die Wunden in Landschaft, Historie und deren Bewältigung.
Wasser, Erde, Luft und Feuer: Hier fließen Pazifik und Atlantik zusammen, im Hintergrund erhebt sich ein Gebirge, die Wellen rauschen und auf den Steinen wächst flammend gelbes Moos. Vor dem Hintergrund der vier Elemente unternimmt
When Fire Turns to Ash
den Versuch, die Geschichte der indigenen Bevölkerung Feuerlands gerecht zu erzählen. „How dare you say you are indigenous!“ – ein Mann erinnert sich an die Reaktion eines Vorgesetzten in der Armee, als er nach seinen Vorfahren gefragt wurde. „You are Argentinian“, urteilte der Leutnant und ließ ihn bestrafen.
Mithilfe von historischen Fotos und Zeichnungen sowie aktuellen Naturaufnahmen führt Michaela Grills Essayfilm einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Über manchen Archivbildern liegt Rauch, über andere rinnt rote Flüssigkeit wie Lava, sodass fast nichts mehr zu erkennen ist.
In Interviewsequenzen kommen Nachfahren indigener Völker Feuerlands zu Wort. Sie berichten vom Selbstverständnis eines Erbes, aber auch von der Trauer über Gräueltaten, die an ihren Ahn:innen verübt wurden. Eine Frauenstimme, die den Film mit dem Tourismus-Slogan „This is the end of the world“ eröffnet, trägt Texte vor, die bis ins Jahr 1520 zurückreichen: Man hört von Eroberern, die die Menschen beschreiben, auf die sie in Feuerland treffen, deren Behausungen, Riten, Gesichtsbemalungen und Gesänge. Forschungsberichte erzählen von der brutalen Missionierung oder der Entführung der Indigenen nach Paris, um sie dort in Käfigen zu halten und als vermeintliche Kannibalen auszustellen.
Als dritter Teil von Michaela Grills Serie
Ecological Grief
spürt
When Fire Turns to Ash
in einer als wild und ursprünglich gelesenen Natur verborgenen Hinweisen auf verschwundene Völker nach. Anhand der indigenen Geschichte Feuerlands legt dieser dichte Essay den Finger auf die Wunden in Landschaft, Historie und Bewältigung. (Anna Katharina Laggner)
Content Notes:
When Fire Turns to Ash thematisiert koloniale Verbrechen
Buch: Michaela Grill
Darsteller:innen: Miguel Pantoja, Rubén Maldonado, Tahali Ayelen Villanueva, Estela Maris Maldonado, Teresa Catalina Vargas, Maria Olinda Vargas, Tarsicio Vargas, Daniela Bogarin, Alba Chaile, Margarita Maldonado, Maria Salamanca, José Gonzalez Calderon, Luis Gomez Zarranga
Kamera: Michaela Grill
Schnitt: Michaela Grill
Originalton: Nick Kuepfer
Musik: Nick Kuepfer
Sounddesign: Nick Kuepfer
Weitere Credits: Stimme: Elizabeth Anka Vajagic; Indigenous Advisors: Alba Chaile, Miguel Pantoja; Production Manager, Übersetzung: Mariana Frandsen; Script Consultant: Barbara Pichler; Sound Mastering: Harris Newman
Produzent:innen: Michaela Grill
Verleih in Österreich: sixpackfilm
Gefördert von: BMKÖS – innovative film
CINE ART
Stadt Wien MA 7
Uraufführung: Native Women in Film Festival Los Angeles 2026
Österreichische Erstaufführung: Diagonale '26
Produktionsformat: digital











