Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Dyad
Innovatives Kino kurz, AT 2019, Farbe, 16 min., kein Dialog
Diagonale 2020

Regie: Jung An Tagen
Buch: Konzept & Realisation: Jung An Tagen
Weitere Credits: Animation, 3D Modelling: Milica Balubdzic
Programmierung: Scott Sinclair
Produzent/innen: Jung An Tagen

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Im stereoskopischen Verfahren prallen Synthesen audiovisueller Interaktionen aufeinander. Dyadisches Produkt dieses Dialogs ist ein unwirtlicher dreidimensionaler Kosmos aus stroboskopischem Farbgewitter, abstrakten Gebilden und eisig-klirrenden Sounds: eine zeitgemäße Adaption der Ästhetiken des abstrakten Films, die durch sensorische Überforderung in Ekstase versetzt.

Dyaden beschreiben intensive Zweierbeziehungen. Mit eigens programmierter Software, die Klänge visualisiert und diese Visualisierungen in digitale akustische Signale rückübersetzt, bringt der Wiener Musiker und Filmemacher Jung An Tagen nicht nur Ton und Bild in ein enges Wechselverhältnis. Mit Dyad geht er noch einen Schritt weiter, lässt die Synthesen dieser audiovisuellen Interaktion im stereoskopischen Bildverfahren erneut aufeinanderprallen. Das dyadische Produkt dieses intensiven Dialogs ist ein unwirtlicher dreidimensionaler Kosmos aus abstrakten, scharfkantigen Gebilden, der sich unter anorganischen, eisig-klirrenden Sounds und stroboskopischem Gewitter aus sich überlagernden Linien, Rastern, Pixelschwaden und Farben formiert. Jung An Tagens audiovisueller Affront gegen den menschlichen Wahrnehmungsapparat ist eine zeitgemäße Adaption ästhetischer Traditionen des abstrakten und konzeptuellen Experimentalfilms, die durch sensorische Überforderung in Ekstase versetzt.
(Katalogtext, mk)