Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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the time is now. I
Dokumentarfilm kurz, AT 2019, Farbe, 20 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie: Heidrun Holzfeind
Buch: Konzept & Realisation: Heidrun Holzfeind
Kamera: Masayuki Yonaha, Heidrun Holzfeind, Kazuhiro Shirao, Hiroko Maruyama
Schnitt: Heidrun Holzfeind
Musik: Sound: IRO / Toshio und Shizuko Orimo

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Seit den frühen 1980er-Jahren improvisieren Shizuko und Toshio Orimo mit Klängen, irgendwo im Grenzland zwischen Jazz und Punk. Das Paar nennt sich IRO, und Heidrun Holzfeind hat ihm nicht nur gelauscht, sondern es auch visuell in Szene gesetzt: mit rhythmischen Schnitten, modernistischer Architektur und Archivaufnahmen. Japan, abstrakt und eindringlich zusammengezurrt.

Das japanische Duo IRO stimmt sich ein. Shizuko und Toshio Orimo improvisieren Jazz und Punk, reagieren mit- und aufeinander und betreten eine Welt, deren Wände aus Bewegungen und Rhythmen bestehen. Unsichtbare Dimensionen, die das Paar seit den frühen 1980er-Jahren erschafft. Heidrun Holzfeind sieht zu und lauscht, passt den Schnitt den sich aufbäumenden Klängen und Trommelschlägen an und lässt sich tragen an einen einzigartigen Ort: das modernistische Inter-University Seminar House in einem Vorort von Tokio, entworfen 1964 von Takamasa Yosizaka – pyramidenhafter Beton, umringt von Fauna. IRO werden zu Schaman/innen, nur um sich wenig später mit Klavier und Kontrabass wieder zu begegnen. Visuell ergänzt Holzfeind den intensiven Austausch mit Archivaufnahmen: Proteste im Land, gespannt über mehrere Dekaden.
(Katalogtext, cw)