Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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steifheit 1–3 / 7
Innovatives Kino kurz, AT 2018, Farbe, 9 min., ohne Dialog
Diagonale 2019

Regie, Kamera, Schnitt: Albert Sackl
Buch: -
Produzent/innen: Albert Sackl

 

Alle zehn Jahre filmt sich Albert Sackl beim Versuch, eine Erektion über Stunden aufrechtzuerhalten. In bislang zwei Jahrzehnten und neun Minuten Film haben sich nicht nur die medialen Stimulanzien verändert, die Zeit hat auch Sackls Körper gezeichnet. Eine künstlerische Selbstpreisgabe, alternierend zwischen Ekstase, Langeweile, Verbissenheit und Erschöpfung.

Alle zehn Jahre setzt sich der Filmemacher Albert Sackl in einem schwarzen Raum nackt vor die Kamera, um sich per Zeitrafferschaltung dabei zu filmen, wie er in einem regelrechten Kraftakt stundenlang versucht, eine Erektion aufrechtzuerhalten.
In bislang zwei Jahrzehnten und neun Minuten Film haben sich nicht nur die medialen Stimulanzien verändert, die Zeit hat auch Sackls Körper gezeichnet: Aus dem Zwanzigjährigen mit Pornoheft ist ein erwachsener Mann mit Smartphone (und nachlassender Stehkraft) geworden, dessen Gesichtsausdruck – das bleibt über die Jahre fast unverändert – weniger von sexueller Erregung denn von einem erlahmend-strapaziösen Martyrium zeugt. Eine künstlerische Selbstpreisgabe, alternierend zwischen Ekstase, Langeweile, Verbissenheit und Erschöpfung.
(Katalogtext, mk)