Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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ORE
Innovatives Kino kurz, AT 2018, Farbe, 6 min., ohne Dialog
Diagonale 2019

Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Sounddesign: Claudia Larcher
Produzent/innen: Claudia Larcher
Produktion: Claudia Larcher

 

Abstraktes Gemälde oder erdige Landschaft? Makro- oder Mikrokosmos? Kunst oder Natur? Erst allmählich erschließt sich die scheinbare Kamerafahrt über braun-weiße Flächen als Flug über eine vom Bergbau gezeichnete Topografie. Eine animierte Collage als Analogie zur montanistischen Methode: die Verwandlung des Naturraums durch den Menschen und technische Hilfsmittel.

Eine stetig fließende, von metallischen Schlägen begleitete scheinbare Kamerafahrt über braunweiße Farbflächen, die Fragen aufwirft, weil man nicht sofort versteht, was das Auge sieht: ein abstraktes Gemälde oder eine erdige Landschaft? Makro- oder Mikrokosmos? Kunst oder Natur? Erst allmählich erschließen sich die Dimensionen, fast unmerklich schälen sich Reliefs, Strukturen und Details heraus, die eine vom Bergbau gezeichnete Topografie sichtbar werden lassen, bevor die darüber schwebende Kamera ohne erkennbaren Schnitt in einen Innenraum springt und das Publikum der Dunkelheit anheimgibt.
Aus animiertem dokumentarischem Foto- und Videomaterial unterschiedlicher Bergwerke generiert Claudia Larcher eine „neue“ Landschaft: die künstlerische Herangehensweise als Analogie zur montanistischen Methode – eine Verwandlung des Naturraums durch den Eingriff des Menschen und technischer Hilfsmittel.
(Katalogtext, mk)