Diagonale
Festival des österreichischen Films
24.–29. März 2020, Graz

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Gertrud & Tiederich
Innovatives Kino kurz, AT 2018, Schwarzweiß, 10 min., OmeU
Diagonale 2019

Regie, Buch, Darsteller/innen, Schnitt: Josef Dabernig
Kamera: Christian Giesser
Musik: Christoph Herndler
Sounddesign: Michael Palm
Weitere Credits: * bitte auch die Musik (Christoph Herndler) im Katalog anführen
Produzent/innen: Josef Dabernig, Dieter und Gertraud Bogner
Produktion: Josef Dabernig
Koproduktion: Dieter und Gertraud Bogner, Kunstraum Buchberg, AT

 

Das Sammlerpaar Bogner wünschte sich von Josef Dabernig eine Arbeit für den Kunstraum Buchberg. Dieser macht den Kunstraum selbst zum Thema. Statt die Ausstellungsräume und -gärten des Schlosses zu zeigen, offenbart der Film die Sammlung nur im Geiste. Das visuelle Interesse konzentriert sich auf die spartanische, regelrecht vernachlässigte Sakristei: Antimuseum statt Kunstraum.

Eine Arbeit für das als Ausstellungsort genutzte Schloss Buchberg war der Wunsch, mit dem sich das Sammlerpaar Bogner an den Künstler und Filmemacher Josef Dabernig wandte. Der Künstler entschied sich, den Kunstraum selbst zum Thema zu machen. Statt auf die Räume und Gärten mit den entsprechenden künstlerischen Arbeiten konzentriert sich sein visuelles Interesse auf die schlosseigene Sakristei – Antimuseum statt Kunstraum: ein spartanisch eingerichteter, vernachlässigter Raum für Objekte, die hier der Vergänglichkeit trotzen.
Zwischen kontemplativen Raumerforschungen in Schwarz-Weiß auch Aufnahmen von Dabernig selbst: Mit Halbglatze und Kapuzenpulli an einen Kleriker erinnernd, verliest er in einer von Orgelmusik begleiteten Liturgie die Titel der in Buchberg installierten Werke – die Offenbarung der Sammlung im Geiste. Ein Glaubensbekenntnis an die Kunst, die Schöpfung, nicht an ihre Schöpfer/innen.
(Katalogtext, mk)