Diagonale
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Ezra Šimek – Joyful Flame
Innovatives Kino kurz, AT/CZ/SK 2022, Farbe, 24 min., eOF
Diagonale 2023

Regie, Buch: Ezra Šimek
Darsteller:innen: Hana Frejková, Ezra Šimek
Kamera: Denis Kozerawski
Schnitt: Karolína Čejková
Musik: Oliver Torr
Sounddesign: Nicolas Atcheson, Oliver Torr
Szenenbild: Tasya Nafigina
Kostüm: Zenita Helgo
Weitere Credits: Produktionsleiterin: Sofia Rubinstein; Produktionsassistent*in: Zeynab Kirikou Gueye Grafikdesign: Veronika Švecová Color: Petr Racek MUA: Martina Loy BTS: Michael Lozano
Produzent:innen: Ezra Šimek
Produktion: Jindrich Chalupecky Society
Koproduktion: sjch.cz

 

Ausgerechnet ein Cowboy, die heteronormativste Figur der Filmgeschichte, dient Ezra Šimek als Verkörperung einer traumartigen Held*innenreise hin zu einem sich verflüssigenden Geschlechterbild. Statt wilde Pistolenduelle auszutragen, vereint sich dieser Cowboy mit einer Hexe, und gemeinsam begraben sie und der Film traditionelle Geschlechterrollen und unterdrückende Weltmodelle.

Vor einigen Jahren machte der Begriff des Hybridfilms die Runde. Damit waren Filme gemeint, bei denen man nicht zwischen Dokumentation und Fiktion unterscheiden kann. Joyful Flame liefert eine gänzlich neue, genderpolitische Lesart des Begriffs. Die Arbeit wählt ausgerechnet und ganz bewusst das heteronormative Genre des Westerns, um ein sich langsam verflüssigendes Geschlechterbild zu erforschen. Ezra Šimek wandelt dabei selbst somnambul als Cowboy* durch eine naturbelassene Welt, doch nichts läuft hier auf Pistolengefuchtel oder ein finales Duell hinaus. Stattdessen gibt sich in traumartigen Sequenzen nach und nach eine Identität zu erkennen, die den Trans*-Vagabunden schließlich mit einer Hexe vereint. Gemeinsam begraben sie und der Film traditionelle Geschlechterrollen und unterdrückende Weltmodelle.
(Katalogtext, ph)

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