Diagonale
Festival des österreichischen Films
8.–13. Juni 2021, Graz

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Ich und die Anderen
Spielfilm, AT/DE 2021, Farbe, 240 min., dOF
Diagonale 2021

Regie, Buch: David Schalko
Darsteller*innen: Tom Schilling, Ramin Yazdani, Mavie Hörbiger, Katharina Schüttler, Lars Eidinger, Sarah Viktoria Frick, Sophie Rois, Martin Wuttke, Michael Maertens u.a.
Kamera: Martin Gschlacht
Schnitt: Karin Ressler
Musik: Kyrre Kvam
Sounddesign: Karoline Heflin-Tekirdali
Szenenbild: Pia Jaros, Hannes Salat
Kostüm: Alfred Mayerhofer
Produzent*innen: John Lüftner, David Schalko, Quirin Schmidt, Katharina Theissen, Marcus AMMON, Frank JASTFELDER, Markus GOLISANO
Produktion: Superfilm Filmproduktions GmbH, Sky Deutschland
Koproduktion: Sky Deutschland (DE)

 

In sechs Folgen wird die Geschichte des mittelalten Durchschnittsmanns Tristan erzählt, der mit sich und der Welt hadert und jeden Tag mit einem neuen „Was-wäre-wenn-Szenario“ konfrontiert ist. David Schalko entwirft ein völlig neuartiges, faszinierendes Seriengenre: Ich und die anderen ist eine witzige und tragische Diskursserie, die die Themenfelder Identität und Ego umkreist. Ein surrealer Trip, ein Albtraum, ein Wunschtraum – jede Folge ein anderes Gedankenexperiment.

Was passiert, wenn sich die anderen plötzlich so verhalten, wie wir es uns wünschen? Oder wenn jeder alles über einen weiß und man als gläserner Mensch durch die Welt läuft? Wie wäre das Beziehungsleben, wenn man seinen Partner oder seine Partnerin mithilfe einer künstlichen Intelligenz auswählen würde? Und welche Rolle spielen verdrängte Begierden und niemals ausgelebte Möglichkeiten? Der Protagonist Tristan (Tom Schilling) stolpert von Episode zu Episode und befindet sich jedes Mal in einer neuen Variante seines eigenen Lebens, in der er sich selbst, seine eigenen Bedürfnisse und Gefühle neu justieren muss. Verschiedenste „Was-wäre-wenn-Szenarien“ werden für den mittelalten Durchschnittsmann plötzlich zur Realität. Eine Gabe, ein Geschenk, eine Aufgabe, die in Tristans Leben für allerlei Chaos und Verwirrung sorgt. Auch ein mysteriöser Taxifahrer, der als eine Art Spielleiter fungiert und Tristan die Regeln der Challenge erklärt, kann den Protagonisten nicht davor bewahren, sich ständig neu ausrichten zu müssen, um sich selbst und die Welt besser zu verstehen. Ist Tristan Spielball der anderen oder sitzt er am längeren Hebel im Gerangel um Freiheit und Glück?
In sechs Folgen wird die Geschichte eines Protagonisten erzählt, die mit sich und der Welt hadert und in jeder Folge die Karten neu mischen darf. So bewegt sich Tristan als Figur durch Ich und die Anderen, deren Charakter sich erst mit fortschreitender Handlung zusammensetzt. Wie er wird auch das Publikum herausgefordert, sich auf eine Geschichte einzulassen, die keine rationale Logik reproduziert, sondern rätselhaft, verästelt und opak bleibt. Dazu grandioses Serienpersonal: Lars Eidinger als megalomanischer Agenturchef, Sophie Rois in der Rolle der exzentrischen Mutter und Mavie Hörbiger als bipolar-geheimnisvolle Exfreundin. David Schalko entwirft ein völlig neuartiges, faszinierendes Seriengenre. Man könnte Ich und die Anderen am ehesten als Diskursserie bezeichnen, die witzig, surreal und tragisch die Themenfelder Identität und Ego umkreist. Ein surrealer Trip, ein Albtraum, ein Wunschtraum – jede Folge ein anderes Gedankenexperiment. Ist das Ich immer ein anderer? Der Versuch einer Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens – völlig gaga, wie sich herausstellt. Nach der Weltpremiere bei der heurigen Berlinale feiert die neue Serie aus dem Hause Sky bei der Diagonale ihre österreichische Kinopremiere.
(Katalogtext, Anna Steinbauer)

Am ehesten ist Ich und die Anderen ein Roadmovie. Nur dass die Straße in diesem Fall aus Gehirnwindungen besteht. Und die Verkehrslage sehr unübersichtlich ist. Alle scheinen sich nach Gesetzmäßigkeiten zu verhalten. Wir verstehen aber nicht, nach welchen. Je länger wir uns aber in dieser Landschaft bewegen, desto eher merken wir, dass es eine Welt hinter dieser Welt gibt.
(David Schalko)

In Kooperation mit Sky Österreich