Diagonale
Festival des österreichischen Films
8.–13. Juni 2021, Graz

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film
Innovatives Kino kurz, AT 2020, Farbe, 7 min., OmeU
Diagonale 2021

Regie: Marlies Stöger, André Tschinder
Buch: ekw14,90 (Moke Rudolf-Klengel, Christoph Rath, Marlies Stöger, André Tschinder)
Darsteller*innen: Marlies Stöger, André Tschinder
Kamera: Marlies Stöger, André Tschinder
Schnitt: Marlies Stöger, André Tschinder
Originalton: André Tschinder
Musik: André Tschinder
Sounddesign: André Tschinder
Weitere Credits: Tonmischung: Andreas Kurz Sprecher/innen: Aurélie Gravelat, Romain Boulay
Produzent*innen: Andre Tschinder

 

Wie eine künstlerische Avantgarde aussehen könnte, die den Film als Abkehr vom innigen Verhältnis zur Realität begreift, inszenieren Marlies Stöger und André Tschinder in film. Eine Reihe von Lektionen führen erste Konzepte dieser „Zu-real“-Avantgarde vor. Vom Spekulativen zum Schinken in drei Schritten.

„Die Fotografie, das ist die Wahrheit. Und der Film, das ist die Wahrheit 24 Mal in der Sekunde“, heißt es in Jean-Luc Godards Le petit soldat. Sechzig Jahre und ein paar Trillionen Filmsekunden später aber sind wir dieser der Realität verbundenen Wahrheit überdrüssig. Wie eine künstlerische Avantgarde aussehen könnte, die den Film gerade als Abkehr vom innigen Verhältnis zur Realität begreift, inszenieren Marlies Stöger und André Tschinder in film. Eine Reihe von Lektionen, die in ihrer Form immer auch ein Zwinkern in Richtung Godard markieren, führen erste Konzepte dieser „Zu-real“-Avantgarde vor. Ihnen haftet nicht nur eine Ironie an, ganz im Gegenteil verdichten sie relevante Aspekte der Ausgangsfrage in bild-textlichen Miniaturen. Dem Film die Realität abzuringen wird keine ganz leichte Aufgabe, schnell aber werden sich darin auch neue Formen des Denkens ergeben, die in nur drei Schritten vom Spekulativen zum Schinken finden.
(Katalogtext, ab)