Diagonale
Festival des österreichischen Films
5.–10. April 2022, Graz

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Simple Whistles
Innovatives Kino kurz, FR/AT 2020, Farbe, 11 min., OmeU
Diagonale 2021

Simple Whistles © Marlies Pöschl/Bildrecht

Regie, Schnitt: Marlies Pöschl
Buch: Marlies Pöschl, Gaël Segalen, Marie Verhoeven & Dominique Clavier, Madeleine Do Esperito, Serge Godiot, Lucette Grenet, Hugues Moutarde, Huguette Thiebault
Kamera: Emilien Awada
Originalton: Sébastien Linsolas
Musik: Gaël Segalen
Sounddesign: Peter Kutin
Produzent*innen: Marlies Pöschl, CAC Brétigny

 

Kalt-blaues Licht auf Gesichtern und erstarrten Körpern. Im Voice-over die Zukunftsvision eines Senior/innenheims. Ein Atmen, ein Zischen, ein Pfiff. Poesie vermischt sich mit rhythmischer Chorperformance. Maschinengeräusche, von Menschen artikuliert. Körper geraten in Bewegung: Begegnung und Kommunikation mit der Umgebung – ein Ausbruch aus der Transparenz.

Am Anfang steht ein Gedicht über ein verwunschenes Schloss. Auf das freundliche Himmelblau im Außen folgt die Verlegung in den Innenraum: kalt-blaues Licht auf Gesichtern und erstarrten Körpern. Im Voice-over die Zukunftsvision eines Senior/innenheims: selbsttätig öffnende Türen, überwachende Fenster und mithörende Böden aus braunem PVC, dicke Synthetikdecken, die Körpertemperaturen messen. Ein Atmen, ein Zischen, ein Pfiff. Poesie vermischt sich mit düsteren Soundtexturen und rhythmischer Chorperformance. Maschinengeräusche, von Menschen artikuliert. Die Körper geraten in Bewegung: Begegnung und Kommunikation mit der Umgebung – ein Ausbruch aus der Transparenz.
Die kollaborativ entstandene Performance Simple Whistles basiert auf Tonaufnahmen, Gesprächen und Schreibworkshops in mehreren Altenheimen und Nachbarschaftszentren im Süden von Paris. Ihr Chor setzt sich aus Mieter/innen einer Senior/innenenresidenz und Mitgliedern des Chors la Cléf des Chants zusammen. Ein intergenerationelles Projekt vor und hinter der Kamera.
(Katalogtext, mk)