Diagonale
Festival des österreichischen Films
16.–21. März 2021, Graz

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zwischen mir und der welt / aufräumen
Innovatives Kino kurz, AT 2019, Farbe, 24 min., OmeU
Diagonale 2020

Regie, Buch, Kamera, Schnitt, Originalton, Szenenbild, Kostüm: Michaela Schwentner
Sounddesign: Nik Hummer
Weitere Credits: Sprecherin: Ulrike Zachhuber
Mastering: Nik Hummer
Produzent/innen: Michaela Schwentner

 

Diagonale’20 – Die Unvollendete. Die Diagonale’20 wurde aufgrund der behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 abgesagt.

Hände in Gummihandschuhen ordnen Bausteine zu immer neuen Mustern. Im Voice-over Erfahrungsberichte von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen. Tiefgründige (Selbst-)Reflexionen, die die Grenzziehungen zwischen Normalität und Verhaltensstörung verunmöglichen und dazu einladen, systemische Bedingungen und gesellschaftliche Machtstrukturen kritisch zu überdenken.

Hände in violetten Gummihandschuhen sortieren bunte Bausteine. Das Ordnungsprinzip, nach dem hier unentwegt neue Muster und Strukturen gelegt werden, erschließt sich nicht zur Gänze. Doch die im Nachhinein ins Bild eingeblendete Rahmung, innerhalb derer sich diese Systematisierungen abspielen, wird enger, Module fallen aus dem Rahmen. Im Voice-over gibt eine Frau die zum Monolog verdichteten Erfahrungen und Symptomschilderungen von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen wieder. Gedanken über Selbst- und Fremdwahrnehmung, über ein Weltempfinden in geschlossenen Systemen, über kräftezehrende Routinen und Beeinträchtigungen im sozialen Miteinander. Es sind tiefgründige (Selbst-)Reflexionen, die die Grenzziehungen zwischen Normalität und Verhaltensstörung zunehmend verunmöglichen. Die Perspektive der vielfach Marginalisierten öffnet den Rahmen. Und lädt dazu ein, systemische Bedingungen und gesellschaftliche Machtstrukturen kritisch zu überdenken.
(Katalogtext, mk)